19 March 2026, 12:28

Cyberbetrug in Deutschland: Millionenverluste durch gefälschte Handelsplattformen und Love Scamming

Schwarzes und weißes Plakat mit Betrugswarnung und dem Text "Carlsbad Spruud Salt" und einem zugehörigen Logo.

Cyberbetrug in Deutschland: Millionenverluste durch gefälschte Handelsplattformen und Love Scamming

Welle von Cyberbetrug erschüttert Deutschland – Opfer verlieren Millionen an gefälschten Online-Plattformen

In Deutschland hat eine Flut von Betrugsfällen im Zusammenhang mit Online-Handelsplattformen dramatische Ausmaße angenommen. Kriminalstatistiken zeigen, dass Opfer Millionen an gefälschte Investmentportale verloren haben. Die Täter setzen dabei auf perfide Täuschungsmanöver – häufig über sogenannte "Love Scamming" – und bringen ihre Opfer dazu, hohe Geldbeträge zu überweisen. Aktuelle Gerichtsverfahren offenbaren das ganze Ausmaß der Masche: Zwei Angeklagte müssen nun wegen ihrer Beteiligung an den Betrugsring Haftstrafen verbüßen.

Die Betrüger locken ihre Opfer auf scheinbar seriöse, in Wahrheit aber gefälschte Handelsplattformen, auf denen sie zur Überweisung großer Summen gedrängt werden. Besonders betroffen sind Bayern und Baden-Württemberg: Allein in Bayern wurden 2025 über 350 Fälle registriert, die mit mehr als 30 verschiedenen Plattformen in Verbindung stehen – die Schäden belaufen sich hier auf über 34 Millionen Euro. In Baden-Württemberg verdoppelte sich die Zahl der Vorfälle, während sich die Schadenssumme in den Regionen Ortenau und Offenburg fast verdreifachte und 14 Millionen Euro erreichte. Selbst in Thüringen gab es zwischen Oktober 2025 und März 2026 einen dokumentierten Fall.

Zwei zentrale Figuren des Netzwerks, Annis B. (47) und Zong C. (33), fungierten als Geldkuriere für die Bande. Ein Münchner Gericht verurteilte B. zu drei Jahren und acht Monaten Haft, während C. eine zweijährige Bewährungsstrafe erhielt. Die beiden waren Teil eines größeren internationalen Rings, an dem auch zwei Männer aus Malaysia beteiligt waren – sie stahlen 2025 insgesamt 93.400 Euro.

Die Betrüger gehen dabei systematisch vor: Zunächst bauen sie über gefälschte romantische Online-Beziehungen Vertrauen auf. Sobald die Opfer überzeugt sind, werden sie dazu gebracht, in betrügerische Handelsplattformen zu investieren. Viele verlieren so Summen im sechsstelligen Bereich – mit kaum einer Chance, ihr Geld jemals zurückzuerhalten. Allein in München verursachte Anlagebetrug 2025 Schäden von über 50 Millionen Euro.

Die Zunahme an Cyberbetrug hat bei den Opfern tiefe finanzielle Wunden hinterlassen. Zwar beginnen Gerichte, Urteile zu fällen, doch das Problem bleibt flächendeckend. Die Behörden ermitteln weiter, während die Fallzahlen in mehreren Regionen weiter steigen.

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