12 June 2026, 18:15

Bundesländer kehren zu leistungsorientierten Bundesjugendspielen zurück

Bildungsminister fordern mehr Wettbewerb bei den nationalen Jugendspielen

Bundesländer kehren zu leistungsorientierten Bundesjugendspielen zurück

Bildungsminister in ganz Deutschland setzen sich für Rückkehr zu leistungsorientierten Wettbewerben an Grundschulen ein

Die Forderung kommt nach einer Reform aus dem Jahr 2023, die die Bundesjugendspiele hin zu spielerischeren und weniger wettkampforientierten Formaten umgestaltet hatte. Nun planen mehrere Bundesländer, traditionelle, messbare Disziplinen für jüngere Schülerinnen und Schüler wieder einzuführen.

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) ist eine der prominentesten Fürsprecherinnen für eine stärkere Betonung von Leistung in den Schulen. Sie setzte sich dafür ein, die Bundesjugendspiele wieder als echten Wettbewerb auszurichten – eine Option, die ab dem kommenden Schuljahr erneut möglich sein wird. Im Leichtathletik- und Schwimmbereich sollen dann etwa Sprintläufe und Weitsprünge wieder präzise bis auf die Sekunde oder den Zentimeter gemessen werden.

Baden-Württembergs Bildungsminister Andreas Jung geht bereits einen Schritt weiter und bereitet verbindliche Regeln für alle Schulen bei den anstehenden Bundesjugendspielen vor. Diese sehen die Wiedereinführung traditioneller Urkunden für die Teilnehmer vor. Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens (CDU) pflichtete dem bei und betonte, dass schulische Wettbewerbe dazu beitragen könnten, künftige deutsche Olympiasieger zu fördern. Auch Hessens Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) unterstützte die Kehrtwende und bezeichnete sie als die richtige Entscheidung, um „die Uhr zurückzudrehen“.

Die Kultusminister der Länder treiben gemeinsam die Rückkehr zu leistungsbetonten Wettbewerben an Grundschulen voran. Doch die geplanten Änderungen stoßen bundesweit auf massive Kritik von Eltern, Lehrkräften und Sportverbänden.

Die Wiedereinführung der wettkampforientierten Formate wird für Dritt- und Viertklässler ab dem nächsten Schuljahr optional sein. In einigen Bundesländern gelten dann verbindliche Vorgaben für präzise Messungen und traditionelle Auszeichnungen. Die Veränderung stellt eine deutliche Abkehr von dem entspannteren Ansatz der Reform von 2023 dar.

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