Bernd Stapfner gewinnt Landratswahl im Ostallgäu mit klarem Vorsprung
Verena GuteBernd Stapfner gewinnt Landratswahl im Ostallgäu mit klarem Vorsprung
Landratswahl im Ostallgäu endet mit klarem Sieg für Bernd Stapfner
Die Wahl zum Landrat im Landkreis Ostallgäu ist mit einem deutlichen Sieg für Bernd Stapfner zu Ende gegangen. Der 51-jährige Kandidat der Freien Wähler setzte sich in der Stichwahl gegen seinen CSU-Herausforderer Andreas Bauer durch. Das Ergebnis markiert einen Wechsel in der lokalen Führungsspitze vor den Landratswahlen 2026.
Stapfner sicherte sich 52,4 Prozent der Stimmen, während sein 44-jähriger Kontrahent Bauer auf 47,6 Prozent kam. Stapfner wird sein Amt offiziell am 1. Mai antreten und folgt damit auf Maria Rita Zinnecker (CSU), die das Amt bisher innehatte. Bauer bleibt unterdessen in seiner bisherigen Position als Wirtschaftsreferent im Kaufbeurer Rathaus.
Die Wahl steht im Kontext jüngerer politischer Veränderungen in der Region. Der langjährige Stadtrat Jürgen Doser, mutmaßlich CSU-nah, verzichtete nach 18 Jahren im Amt auf eine erneute Kandidatur. Unterdessen wurde Füssens Bürgermeister Thomas Eichstetter am 9. März 2026 mit überzeugenden 74,1 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Diese Entwicklungen deuten auf sich wandelnde Wählerpräferenzen und ein wachsendes Interesse an neuen Kandidaten hin.
Stapfner galt in den vergangenen Jahren als aufstrebende Figur innerhalb der Freien Wähler, während Bauer mit einem Programm aus pragmatischer, digital ausgerichteter Verwaltung warb. Zudem betonte er seine Kontakte nach München und Berlin als Vorteil für die Region. Trotz seiner Bemühungen entschieden sich die Wähler letztlich für Stapfner.
Mit Stapfners Sieg übernimmt die Partei der Freien Wähler erstmals in diesem Wahlzyklus das Landratsamt. Seine Amtszeit beginnt am 1. Mai und leitet damit einen Führungswechsel nach Zinneckers Amtszeit ein. Das Ergebnis spiegelt die größeren politischen Verschiebungen im Ostallgäu wider, während sich die Region auf künftige Wahlen vorbereitet.






