Bayern verschärft Regeln für Ferienwohnungen gegen Wohnungsnot ab 2026
Rolf WendeNeue Transparenz zur Verhinderung von Missbrauch von Wohnraum - Bayern verschärft Regeln für Ferienwohnungen gegen Wohnungsnot ab 2026
Bayern hat ein neues Gesetz verabschiedet, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken, die durch kurzfristige Touristenvermietungen verschärft wird. Das "Gesetz zur Bekämpfung des Wohnraummissbrauchs", das vom Landtag beschlossen wurde, führt ab April 2026 strengere Kontrollen für Plattformen wie Airbnb ein. Ziel ist es, zu verhindern, dass Wohnimmobilien in stark nachgefragten Gebieten vorrangig als Ferienunterkünfte genutzt werden.
Die Regelung schreibt vor, dass jeder, der eine Immobilie auf Buchungsplattformen anbietet, sich zuvor offiziell registrieren muss. Vermieter müssen ihre Registriernummer anschließend der Plattform vorlegen, bevor sie inserieren dürfen. Dieses System wird in eine EU-weite Datenbank eingespeist und ermöglicht es den lokalen Behörden, die Einhaltung der Vorschriften effizienter zu überwachen.
Das Gesetz stärkt zudem die Befugnisse der Kommunen, bestehende Regelungen durchzusetzen. Städte wie Berlin, München und Hamburg haben bereits lokale Verbote für Kurzzeitvermietungen erlassen, doch die Durchsetzung gestaltete sich oft schwierig. Das neue digitale System soll es den Behörden erleichtern, illegale Angebote zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten.
Kritiker argumentieren, dass unregulierte Ferienwohnungen die Wohnungsknappheit in städtischen Ballungsräumen verschärft haben. Die bayerische Landesregierung hofft, dass das Registrierungsverfahren Vermieter davon abhält, langfristige Mietwohnungen in Touristenunterkünfte umzuwandeln. Plattformen, die Registriernummern nicht überprüfen, müssen künftig mit Strafen rechnen.
Die Maßnahmen treten am 1. April 2026 in Kraft und geben den Kommunen Zugang zu EU-weiten Daten für eine bessere Kontrolle. Immobilienbesitzer sind verpflichtet, sich zu registrieren – andernfalls drohen Bußgelder. Das Gesetz ist der jüngste Vorstoß Bayerns, um den Wohnraum in angespannten Mietmärkten zu schützen.






