25 March 2026, 00:28

Baden-Baden feiert Ballettlegenden mit Neumeier-Festival und seltenen Schätzen

Plakat für das Louvre Paris 1910, das eine Gruppe tanzender Menschen mit Textbeschreibung zeigt.

Baden-Baden feiert Ballettlegenden mit Neumeier-Festival und seltenen Schätzen

Baden-Baden bereitet sich auf ein großes Fest der Ballettgeschichte vor

Dieser Herbst wird Baden-Baden zum Schauplatz einer herausragenden Hommage an die Ballettgeschichte. Vom 2. bis 12. Oktober zeigt das Stadtmuseum eine Ausstellung mit privaten Schätzen von John Neumeier, darunter seltene Exponate, die mit den Legenden Wasslaw Nijinsky und Anna Pawlowa verbunden sind. Parallel dazu präsentiert die Festspielhaus-Bühne im Rahmen des Tanzfestivals "Die Welt des John Neumeier" seine gefeierten Werke, darunter Nijinsky und Illusionen – wie Schwanensee.

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Den Auftakt macht am 2. Oktober Neumeiers Nijinsky, ein Ballett, das er im Jahr 2000 als Huldigung an den revolutionären Tänzer schuf. Es folgen drei Aufführungen zwischen dem 3. und 5. Oktober, bevor das Festival vom 10. bis 12. Oktober mit Epilog schließt. Karten für das Tanzfestival 2026, das Der Nussknacker und Illusionen – wie Schwanensee auf dem Programm hat, sind bereits an der Festspielhaus-Kasse erhältlich.

Neumeiers tiefe Bewunderung für Nijinsky ist bekannt: Er nannte den russischen Tänzer den "größten Visionär der Ballettkunst" und widmete ihm zwei große Werke – Nijinsky und Pavlova. Während Nijinsky von renommierten Compagnien wie dem Bolschoi-Ballett und dem Königlich Schwedischen Ballett aufgeführt wurde, bleibt Pavlova eng mit Neumeiers eigenem Hamburg Ballett verbunden.

Die Verbindung zwischen Baden-Baden und diesen Ballett-Ikonen reicht weit zurück: Im August 1913 logierten Nijinsky und Sergei Djagilew im Grandhotel Stephanie – dem heutigen Brenners Parkhotel – und entwickelten dort ein Ballett zu Musik von Bach. Im selben Monat sollte Pawlowa ihren berühmten "Sterbenden Schwan" in der Stadt tanzen, sagte den Auftritt jedoch kurzfristig ab – was für Aufsehen sorgte. Ihr früherer Gastauftritt am 26. August 1913 in Baden-Baden hatte dagegen die Rolle gezeigt, die ihre Karriere prägte.

Nijinsky und die Ballets Russes revolutionierten zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Ballett und führten den Spitzentanz in neue, kühne Dimensionen. Ihr Einfluss – ebenso wie Pawlowas Kunst – wirkt bis heute nach und formt den modernen Tanz. Dieses Erbe steht im Mittelpunkt von Neumeiers Festival, das mit Aufführungen, Ausstellungen und seltenen Archivstücken die Spuren der beiden Ausnahmekünstler nachzeichnet.

Das Festival vereint Neumeiers Choreografien, historische Exponate und Darbietungen zu Ehren zweier der prägendsten Figuren des Balletts. Mit Nijinsky als Höhepunkt und der Ausstellung im Stadtmuseum (ab 3. Oktober) können Besucher die bleibende Wirkung dieser Tänzer auf die Stadt und die weltweite Ballettszene erkunden.

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