08 June 2026, 02:19

Wohnungsbeihilfen-Kürzung: Warum Experten vor sozialer Katastrophe warnen

Paritätsverband: Wohngeld-Kürzung treibt Menschen in Armut

Wohnungsbeihilfen-Kürzung: Warum Experten vor sozialer Katastrophe warnen

Die Kritik an den Plänen der Bundesregierung, die Wohnungsbeihilfen um eine Milliarde Euro zu kürzen, wird immer lauter. Über eine Million Haushalte könnten von der geplanten Streichung betroffen sein. Experten warnen, dass dieser Schritt die finanzielle Belastung für Menschen verschärfen könnte, die bereits mit hohen Mieten kämpfen.

Der Wohnungsmarktforscher Rock verurteilte die Sparmaßnahme als symbolisch und schädlich. Er argumentiert, dass die steigenden Kosten für Wohngeld auf unkontrollierte Mietpreise und explodierende Immobilienpreise zurückzuführen seien. Statt die Unterstützung zu kürzen, fordert er die Politik auf, die Ursachen zu bekämpfen – indem die Mieten gesenkt werden.

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Viele einkommensschwache Haushalte geben bereits fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus. Rock warnt, dass eine Kürzung der Beihilfen in Gebieten mit hoher Armut noch mehr Menschen in die Grundsicherung drängen könnte. Dadurch würden die beabsichtigten Einsparungen durch die Kürzungen wieder zunichtegemacht.

Verschärft wird die Situation durch große Immobilienfirmen, die bis zu 200 Euro pro Wohnung an Aktionäre ausschütten – teilweise finanziert durch Steuergelder. Rock weist auf diesen Widerspruch hin: Während Mieter unter finanziellem Druck stehen, profitieren Vermieter von öffentlichen Subventionen. Er betont, dass Wohngeld weiterhin entscheidend sei, um Obdachlosigkeit zu verhindern, die Politik aber versage, Mieter vor unerschwinglichen Kosten zu schützen.

Die geplante Kürzung der Wohnungsbeihilfen um eine Milliarde Euro birgt das Risiko, die Armut unter gefährdeten Haushalten weiter zu verschärfen. Ohne strengere Mietpreisbremse prognostizieren Experten, dass noch mehr Menschen auf Sozialleistungen angewiesen sein werden. Am Ende könnte der Sparplan der Regierung teurer werden, als er einspart.

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