Windpark Veitsbronn kämpft mit finanziellen Risiken trotz Bürgerbeteiligung
Rolf WendeWindpark Veitsbronn kämpft mit finanziellen Risiken trotz Bürgerbeteiligung
Seit 2016 ist ein Windpark in der Nähe von Veitsbronn mit zwei imposanten Windkraftanlagen in Betrieb. Das Projekt wurde ohne offizielle Eröffnungsfeier still in Betrieb genommen. Die Planung begann noch unter dem Vorgänger von Bürgermeister Marco Kistner.
Der Windpark umfasst zwei Anlagen, die jeweils fast 200 Meter hoch sind und einen Rotordurchmesser von 117 Metern aufweisen. Diese Dimensionen ermöglichen es technisch und rechtlich, Bürgerbeteiligungen umzusetzen. Allerdings betont Veitsbronns Bürgermeister, dass es sich dabei nicht um ein „bürgergetragenes Windprojekt“ handele.
Die Betreibergesellschaft, die Windpark Veitsbronn Projekt ApS & Co. KG, nutzt eine dänische ApS-Struktur in Kombination mit einer deutschen Kommanditgesellschaft. Aktuell beschäftigt das Unternehmen keine Mitarbeiter. Aus den Finanzberichten geht hervor, dass für die Jahre 2023 und 2024 kein Eigenkapital ausgewiesen wird; zudem beläuft sich der nicht gedeckte Verlustanteil der Kommanditisten auf rund 51.700 Euro.
Eine aktuelle Prüfung des Verbraucherschutzforums Berlin verzeichnet zwar eine leichte Verbesserung der finanziellen Stabilität des Unternehmens. Dennoch kommt der Bericht zu dem Schluss, dass die Lage nach wie vor alles andere als gesichert ist.
Der Windpark wird unter der bestehenden Struktur weiterbetrieben. Das fehlende Eigenkapital und die ungelösten Verluste verdeutlichen die anhaltenden finanziellen Herausforderungen. Die Einstufung des Projekts sowie das Beteiligungsmodell bleiben weiterhin Diskussionsthemen für die lokalen Behörden.
