Wiesbadens Kürbissuppenfest vereint Kunst, Musik und Gemeinschaft im Kurpark
Verena GuteWiesbadens Kürbissuppenfest vereint Kunst, Musik und Gemeinschaft im Kurpark
Kleines, aber lebendiges Publikum versammelte sich zum Kürbissuppenfest in Wiesbadens Kurpark
Am Samstag trafen sich zahlreiche Besucher im Wiesbadener Kurpark zum jährlichen Kürbissuppenfest. Die Veranstaltung, bekannt für ihre Mischung aus Kunst, Musik und Gemeinschaftsgeist, fand rund um die ikonische Kürbisskulptur der Stadt statt – ein Werk mit einer über zwei Jahrzehnte zurückreichenden Geschichte. Die Gäste genossen hausgemachte Suppen, tauschten Geschichten aus und sangen sogar für ihr Essen.
Das Herzstück des Festes, die Kürbisskulptur, wurde erstmals 2004 im Rahmen des Wiesbadener Kunstsommers präsentiert. Ursprünglich hatte der Künstler Jörg Pietsch sie 2012 als temporäre Installation aus echten Kürbissen gestaltet, die mit der Zeit verwitterte und zerfiel. 2013 ersetzte eine dauerhafte Version aus Beton – mit eingearbeiteten Kürbiselementen – das Original. 2020 und 2021 wurde die Skulptur auf das Dern'sche Gelände verlegt, wo sie sorgfältig restauriert wurde, um Themen wie Wandel und Erneuerung zu symbolisieren.
Die Kulisse verleiht dem Fest besonderen Charme: Orangefarbene Kürbisse säumten den Park und bildeten einen Kontrast zur historischen Architektur rund um den Wochenmarkt. Der neue Standort der Skulptur ging auf den Wunsch von Anwohnern zurück, die sie als zentralen Treffpunkt für Gemeinschaftsveranstaltungen erhalten wollten.
Bei der diesjährigen Ausgabe kosteten etwa zwei Dutzend Besucher verschiedene Kürbissuppen – von Hokkaido- bis zu Riesenkürbis-Varianten –, jede mit einer eigenen Gewürzmischung zubereitet. Um ihre Suppe zu erhalten, mussten die Gäste die "Ode an den Kürbis" singen, eine spielerische Tradition, die zur aktiven Teilnahme anregte. Daneben gab es kleine Auftritte und gemeinsame Aktivitäten, die Kunst, Musik und Gemeinschaftsarbeit verbanden.
Im Laufe der Jahre hat sich die Skulptur selbst weiterentwickelt. Natürliches Wachstum und künstlerische Anpassungen lassen sie jährlich neu erstrahlen – ein Spiegelbild des Festes, das selbst von Geben und Nehmen geprägt ist. Die Veranstaltung bringt verschiedene Generationen, Kulturen und Geschmäcker zusammen und ist damit ein Highlight im Wiesbadener Kulturkalender.
Das Kürbissuppenfest bleibt eine Feier der Kreativität und Verbundenheit. Die Skulptur, mittlerweile ein fester Bestandteil des Dern'schen Geländes, steht für Vergänglichkeit und Erneuerung zugleich. Mit seiner Mischung aus kulinarischen Genüssen, Kunst und Mitmachangeboten hat sich das Fest längst als geliebte lokale Tradition etabliert.