20 April 2026, 14:31

Wiedereröffnung des größten bayerischen Legehennen-Schlachtbetriebs endgültig gescheitert

Schwarz-weiß-Illustration einer Farm in Surgensburg, Deutschland, mit Häusern, Bäumen und Himmel, beschriftet mit "Surgensburg, Deutschland - Landschaft einer Farm" auf altem Papier.

Wiedereröffnung des größten bayerischen Legehennen-Schlachtbetriebs endgültig gescheitert

Pläne zur Wiedereröffnung des größten Legehennen-Schlachtbetriebs Bayerns gescheitert

Nach monatelangen Verhandlungen sind die Bemühungen zur Wiedereröffnung des größten Legehennen-Schlachtbetriebs in Bayern gescheitert. Die Schließung stellt die Geflügelhalter vor erhebliche Herausforderungen – besonders kleine Betriebe, die mit der Verwertung älterer Hennen kämpfen. Die Versuche des Bayerischen Geflügelwirtschaftsverbands (LVBG), den Betrieb wiederzubeleben, sind nun endgültig gescheitert.

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Der Schlachtbetrieb der Buckl Geflügel GmbH war Ende April nach Verstößen gegen Tierschutzvorschriften geschlossen worden. Fünf Monate lang versuchte der LVBG anschließend, den Betrieb wieder in Gang zu bringen. Doch die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (LfA) forderte ein deutlich höheres Eigenkapital als erwartet und verweigerte die notwendigen finanziellen Garantien.

Rund 150 Unternehmen hatten sich bereit erklärt, an der Wiedereröffnung mitzuwirken und etwa zwei Millionen Euro an Fördermitteln bereitzustellen. Dennoch wurde das Projekt als nicht tragfähig eingestuft – mit Rentabilität frühestens ab 2028 oder 2029. Einige Agrarunternehmen wären unter der Bedingung niedrigerer Eigenkapitalanforderungen weiterhin bereit gewesen, doch eine Einigung kam nicht zustande.

Die Schließung bringt für Legehennenhalter, insbesondere kleinere Betriebe, akute Probleme mit sich. Ohne regionale Verarbeitungsmöglichkeiten müssen sie ältere Hennen nun in Schlachthöfe in Norddeutschland transportieren oder ins Ausland bringen. Das erhöht die Kosten und den logistischen Aufwand und verschärft die Belastung für die Branche.

Das Scheitern der Wiedereröffnung hinterlässt die bayerischen Geflügelhalter ohne eine zentrale Verarbeitungsstätte. Vor allem kleine Betriebe tragen die Hauptlast der Folgen und müssen nach Alternativen für ihre Tiere suchen. Nach fünf Monaten vergeblicher Bemühungen des LVBG bleibt der Branche nichts anderes übrig, als sich an den Verlust des größten regionalen Schlachtbetriebs anzupassen.

Quelle