Wasserstoffnetz in Deutschland: Warum der Ausbau stockt und wie es weitergeht
Verena GuteWasserstoffnetz in Deutschland: Warum der Ausbau stockt und wie es weitergeht
Deutschlands Umstieg auf Wasserstoffinfrastruktur stockt – neues Rechtsgutachten zeigt Lösungswege auf
Ein aktuelles Rechtsgutachten bietet mögliche Lösungen für die zögernde Umstellung des deutschen Gasnetzes auf Wasserstoff. Die Studie wurde im Auftrag der Thüga AG und ihrer Partner erstellt, um die langsamen Fortschritte beim Aufbau von Wasserstoffnetzen zu beschleunigen.
Die Thüga AG, zentraler Akteur im größten kommunalen Energie- und Wassernetz Deutschlands, hatte gemeinsam mit vier weiteren Unternehmen die Erarbeitung des Gutachtens initiiert. Erstellt wurde es von der Kanzlei Rosin Büdenbender, deren Ergebnisse anschließend an CDU, SPD, FDP sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz weitergeleitet wurden.
Die EU-Gasverordnung bietet bereits Rechtssicherheit für Investitionen in Wasserstoff, während die EU-Gasrichtlinie Vorgaben für die Effizienz der Netzumstellung macht. Doch Deutschland hinkt bei der Umsetzung dieser europäischen Vorgaben in nationales Recht hinterher.
Das Gutachten betont, dass bereits kleine Anpassungen im bestehenden Recht den Wandel beschleunigen könnten. Gleichzeitig warnt es davor, dass die Refinanzierung neuer Wasserstoffnetze zu höheren Gebühren für bestehende Nutzer führen könnte.
Konkrete Schritte zur Entfesselung des Wasserstoffausbaus in Deutschland werden im Bericht aufgezeigt: Gezielte rechtliche Nachbesserungen könnten die nationalen Regelungen an EU-Standards angleichen. Ohne rasches Handeln drohen jedoch hohe Netzentgelte und weitere Verzögerungen, die den Fortschritt gefährden.
