25 June 2026, 00:24

Vatikan blockiert Laienpredigten – deutsche Katholiken protestieren gegen starre Regeln

Deutschland: Vatikan lehnt Anfrage für Laienpredigten ab und löst Protest bei Laiengruppen aus

Vatikan blockiert Laienpredigten – deutsche Katholiken protestieren gegen starre Regeln

Der Vatikan hat einen Antrag deutscher Bischofskonferenzen abgelehnt, Laien in bestimmten Situationen die Predigt während der Messe zu gestatten. Die Entscheidung bestätigt die bestehende Regelung, wonach nur Priester oder Diakone die Homilie im Gottesdienst halten dürfen. Der Beschluss hat unter katholischen Gruppen in Deutschland Kritik ausgelöst.

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte um Erlaubnis gebeten, qualifizierten Laien die Predigt an Sonn- und Feiertagen zu ermöglichen, sofern pastorale Notwendigkeiten dies erfordern. Dieser Vorschlag entstand im Rahmen des Synodalen Wegs, eines Reformprozesses, an dem sowohl Laiengruppen als auch Bischöfe in Deutschland beteiligt sind. Diese Gruppen setzen sich seit Langem für das Recht ein, während der Messe predigen zu dürfen.

Kardinal Arthur Roche, Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, lehnte den Antrag in einem Schreiben vom 17. Juni ab. Er berief sich dabei auf das Kirchenrecht sowie auf die Instruktion Redemptionis Sacramentum aus dem Jahr 2004, die beide festlegen, dass die Predigt geweihten Klerikern vorbehalten ist. Die Deutsche Bischofskonferenz akzeptierte die Entscheidung und erkannte die rechtlichen Grenzen an.

Irme Stetter-Karp, Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, erklärte, ihre Organisation werde das Thema weiterhin mit den Bischöfen vorantreiben. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDF) kritisierte die Haltung des Vatikans und bezeichnete sie als Beleg dafür, dass Frauen von wichtigen Positionen in der Kirche ausgeschlossen würden.

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Die Entscheidung des Vatikans zementiert den Status quo, wer während der Messe predigen darf. Deutsche katholische Gruppen bleiben jedoch entschlossen, diese Einschränkung infrage zu stellen. Die Debatte verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen lokalen Reformbestrebungen und der Autorität des Vatikans.

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