04 April 2026, 00:41

USA rechtfertigen Gespräche mit AfD – doch wo bleibt die rote Linie?

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht zu Reportern vor dem Kanzleramt in Berlin, umgeben von einer Gruppe von Menschen, einige halten Mikrofone, mit Gebäuden im Hintergrund.

USA rechtfertigen Gespräche mit AfD – doch wo bleibt die rote Linie?

Eine hochrangige US-Beamtin hat Vorwürfe politischer Einmischung in Europa zurückgewiesen, gleichzeitig aber laufende diplomatische Gespräche mit verschiedenen Akteuren bestätigt. Die stellvertretende Außenministerin Sarah Rogers traf sich kürzlich mit Vertretern unterschiedlicher Gruppen, darunter auch der deutschen rechtspopulistischen AfD, was eine Debatte über die Haltung der USA zur europäischen Politik auslöste. Washington betont zwar, neutral zu bleiben, zeigt sich aber offen für die Zusammenarbeit mit gewählten Regierungen – unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung.

Die Kontroverse entstand nach öffentlichen Äußerungen Rogers zu Migration und Social-Media-Politik, die auf Kritik stießen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums präzisierte später, die USA finanzierten keine rechtsextremen Bewegungen in Europa – eine direkte Widerlegung eines Berichts der Financial Times, der Gegenteiliges nahelegte.

Seit 2023 verfolgt die US-Außenpolitik einen Kurs des offenen Dialogs mit rechtspopulistischen Parteien. Vizepräsident JD Vance kritisierte in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 europäische Demokratien dafür, Gruppen wie die AfD auszuschließen, und forderte deutsche Politiker auf, mit der Partei zusammenzuarbeiten. Diese Haltung prägt seither die US-Diplomatie.

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Zwar gibt es Differenzen zwischen den USA und Europas rechtsgerichteten Kräften, doch teilen beide Seiten Sorgen über Themen wie KI-generierte Deepfakes oder sexuelle Ausbeutung im Netz. Zudem zeigte Washington bereits Unterstützung für Politiker wie Ungarns Viktor Orbán. Diese Schritte könnten die mögliche Wiederzulassung der AfD zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026 beeinflussen.

Die USA betonen, mit jeder demokratisch gewählten europäischen Regierung kooperieren zu wollen – unabhängig von ihrer politischen Färbung. Zwar weisen Beamte Finanzhilfen für rechtsextreme Gruppen zurück, doch der Austausch über Sachfragen wird fortgesetzt. Die Strategie spiegelt einen breiten Ansatz wider: Dialog auch mit umstrittenen Parteien, ohne direkte Einmischung in Wahlen.

AKTUALISIERUNG

New light on funding claims

A previously unreported attempt by Steve Bannon to secure Jeffrey Epstein's financial backing for far-right European parties, including Germany's AfD, has surfaced. This effort occurred just nine days before US officials denied allegations of funding right-wing groups. The revelation adds context to recent debates over Washington's diplomatic approach to controversial European parties.