Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball
Rolf WendeTodesdroh gegen 12-jährigen Schiedsrichter? Verband ermittelt - Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball
Bayerischer Fußball-Verband (BFV) ermittelt nach Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter
Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) untersucht einen erschütternden Vorfall, bei dem ein 12-jähriger Schiedsrichter während eines Spiels der U14 eine Todesdrohung erhielt. Die angebliche Drohung soll von einem Spieler der SG FC Fraunberg ausgegangen sein und den jungen Unparteiischen in Tränen zurückgelassen haben, als er das Spielfeld verließ.
Der Vorfall ereignete sich in Altenerding, wo der Schiedsrichter während des gesamten Spiels verbal beleidigt wurde. Nach dem Abpfiff soll ein Spieler gerufen haben: "Ich gehe auf dieselbe Schule wie du. Versteck dich montags bloß nicht – nach der Schule bist du tot." Die Drohung wurde von mehreren Zeugen mitangehört, darunter die Mutter des Schiedsrichters und ein Vereinsvertreter der SpVgg Altenerding.
Der BFV reagierte umgehend und setzte den beteiligten Spieler vorläufig aus, während Aussagen der Anwesenden gesammelt werden. Der Kreis-Schiedsrichterobmann Stefan Empl kritisierte, dass erwachsene Trainer die Aggression in Jugendspielen schüren würden. Er warnte, ein solches Verhalten setze ein gefährliches Vorbild für junge Spieler.
Die Schiedsrichtervereinigung hat dem 12-jährigen Unparteiischen inzwischen Unterstützung angeboten. Der BFV vertritt eine strikte Null-Toleranz-Politik gegenüber Drohungen und Beleidigungen. Von 200.000 Spielen in der vergangenen Saison wurden bayernweit lediglich 80 ähnliche Vorfälle gemeldet. Die SG FC Fraunberg hat sich bisher nicht zu dem Fall geäußert.
Die Ermittlungen des BFV laufen weiter; der gesperrte Spieler muss mit weiteren disziplinarischen Maßnahmen rechnen. Der Fall wirft erneut Fragen zum Verhalten im Jugendfußball auf – insbesondere zur Rolle von Erwachsenen als Vorbild für junge Sportler. Der Verband betonte erneut sein Bekenntnis zum Schutz von Spieloffiziellen auf allen Ebenen.






