27 April 2026, 16:31

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich um ein Regierungsgesetz zur Verbots des Internets zu unterstützen.

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder

Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Stimme und ihr Bild vor unbefugter Nutzung durch KI zu schützen. Ihr Unternehmen reichte im April 2023 drei Markenanmeldungen ein, die ihre Stimme sowie ein bestimmtes Bühnenfoto abdecken. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme KI-generierter Fälschungen, die ihr Abbilder ohne Erlaubnis verwenden.

Die Anmeldungen wurden von TAS Rights Management, der für Swift zuständigen Abteilung für geistiges Eigentum, eingereicht und erstmals vom Anwalt Josh Gerben entdeckt. Zwei der Anträge beziehen sich auf Klangmarken für ihre Stimme, darunter die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor". Ein dritter Antrag schützt eine Bildmarke: ein Foto von Swift auf einer pinkfarbenen Bühne, in einem schillernden Bodysuit und mit einer pinken Gitarre in der Hand.

Traditionell schützen Markenrechte nicht das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person. Doch Swifts Anwaltsteam erprobt eine neue Strategie im Kampf gegen KI-Missbrauch. Der Ansatz ähnelt einem Fall aus dem Jahr 2025, in dem der Schauspieler Matthew McConaughey seine Markenrechte für seinen geflügelten Spruch "Alles klar, alles klar, alles klar!" sicherte. Obwohl diese Methode in KI-Streitfällen noch nicht vor Gericht getestet wurde, könnte sie Künstlern stärkere rechtliche Mittel gegen unerlaubte digitale Nachbildungen bieten.

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Die Anmeldungen spiegeln die wachsenden Bedenken der Branche wider, dass KI Stimmen und Bilder ohne Zustimmung reproduzieren kann. Swifts Abbilder tauchten bereits in KI-generierten Inhalten auf – von Metas Chatbots bis hin zu expliziten Deepfakes. Auch Disney ging 2025 gegen Google vor und schickte eine Abmahnung wegen der angeblichen Erstellung von Kopien markenrechtlich geschützter Figuren durch die KI-Plattform Gemini.

Swifts Markenanmeldungen könnten einen Präzedenzfall für Künstler schaffen, die gegen KI-Missbrauch kämpfen. Die rechtliche Strategie zielt auf spezifische Nutzungen von Stimme und Bild ab, statt auf umfassende Persönlichkeitsrechte. Sollte sie erfolgreich sein, könnte sie klarere Schutzmechanismen gegen unerlaubte digitale Reproduktionen bieten.

Quelle