01 May 2026, 16:33

SüdOstLink: Wie Ökostrom aus dem Norden Bayerns Industrie revolutioniert

Abdeckgitter auf dem Boden mit der Aufschrift "com electric" umgeben von Steinen und Zweigen.

SüdOstLink: Wie Ökostrom aus dem Norden Bayerns Industrie revolutioniert

Ein großes neues Energieprojekt nimmt in Deutschland Gestalt an: der Transport von Ökostrom durchs ganze Land. Der SüdOstLink, eine 540 Kilometer lange unterirdische Stromtrasse, soll Windenergie aus dem Norden und Osten in die südlichen Regionen leiten. Ein entscheidender Abschnitt, D3b, wird derzeit bei Landshut in Bayern gebaut und verfügt über moderne Infrastruktur für Hochspannungskabel.

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Der SüdOstLink ist als Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) konzipiert und soll große Mengen grüner Energie effizient transportieren. Die Trasse führt von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt bis nach Bayern und wird dazu beitragen, fossile Energieträger zu ersetzen und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Das Projekt ist ein zentraler Baustein für Deutschlands Übergang zu einem klimaneutralen Stromnetz.

Der rund zwei Kilometer lange Abschnitt D3b verbindet die Autobahn A92 mit dem Umspannwerk Isar in Landshut. Dieser Teil der Trasse ermöglicht die Einspeisung von bis zu vier Gigawatt Übertragungskapazität. Um die unterirdischen Kabelabschnitte zu verbinden, werden spezielle Schachtfundamente aus stahlbewehrtem Beton eingebaut.

Die Kleihues Betonbauteile GmbH & Co. KG hat diese vorgefertigten Fundamente entwickelt, die eine schnelle Montage, präzise Passform und zuverlässigen Schutz vor Wasser bieten. Jedes Fundament wiegt bis zu 35 Tonnen und wird mit einem Mobilkran eingesetzt. Alexander Mehne, Regionalvertreter des Unternehmens, betonte ihre Zuverlässigkeit beim Schutz vor Wassereintritt während der Bauarbeiten.

Nach dem Verschweißen der Kabel werden die Hochwasserschutzmaßnahmen zurückgebaut und die Baugruben verfüllt. Anschließend wird das Gelände wieder für die Landwirtschaft hergerichtet, um langfristige Beeinträchtigungen der Region so gering wie möglich zu halten.

Der SüdOstLink wird das deutsche Energienetz stärken, indem er Ökostrom über weite Strecken transportiert. Die Fertigstellung von Abschnitt D3b markiert einen wichtigen Schritt, um die Windparks im Norden mit den Verbrauchern im Süden zu verbinden. Sobald die Leitung voll in Betrieb ist, wird sie eine zentrale Rolle dabei spielen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die zukünftige Stromversorgung zu sichern.

Quelle