28 June 2026, 00:22

Solingen braucht dringend einen Masterplan für seine sterbende Innenstadt

Ehemaliger SPD-Landtagsabgeordneter Ernst Martin Walsken präsentiert Konzept für Solingens Innenstadt

Solingen braucht dringend einen Masterplan für seine sterbende Innenstadt

Solingens Innenstadt steht vor tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Seit Jahren mehren sich Leerstände, ein schrumpfendes Warenangebot sowie ein Mangel an Gastronomie und Begegnungsstätten. Viele Ursachen – etwa die Abwanderung von Dienstleistungen in größere Städte oder der Boom des Online-Handels – liegen außerhalb des lokalen Einflussbereichs.

Der Niedergang vollzieht sich schleichend, aber stetig. Zwar hat die Kommune mit Einzelprojekten und Fachkonzepten gegengesteuert, doch ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt. Nun fordert Stadtrat Walsken einen holistischen Masterplan für den gesamten Innenstadtring, der Stadtentwicklung, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsbildung vereint.

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Der Plan muss über das Zentrum hinaus auch Quartiere wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, den Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel einbeziehen. Walsken schlägt konkrete Maßnahmen vor: bessere Vernetzung zwischen der Gläsernen Werkstatt und Start-ups, mehr Studentenwohnheimplätze, ein dezentrales Gesundheitswesen sowie digitale Beratungsangebote. Entscheidend sind breite Bürgerbeteiligung und externe Expertise – gesteuert von der Stadtspitze.

Der Startschuss muss jetzt fallen. Die Erarbeitung und Umsetzung des Masterplans wird Jahre dauern; frühzeitiges Handeln schafft jedoch die Grundlage für spätere Erfolge. Die Zukunft der Innenstadt hängt davon ab, ob es gelingt, attraktive Rahmenbedingungen für eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerung zu schaffen. Ein detaillierter Masterplan könnte die langjährigen Probleme angehen. Ohne ihn drohen die aktuellen Schwierigkeiten weiter zu bestehen.

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