Siemens und Infineon revolutionieren Schutzsysteme für Hochleistungs-Stromnetze
Freia MansSiemens und Infineon revolutionieren Schutzsysteme für Hochleistungs-Stromnetze
Siemens und Infineon arbeiten zusammen, um Schutzsysteme für Stromnetze in Branchen mit hohem Energiebedarf zu verbessern. Ihre Kooperation konzentriert sich auf Geschwindigkeit, Präzision und Zuverlässigkeit – zentrale Anforderungen für moderne anwendungsritische Stromsysteme. Die Partnerschaft wird fortschrittliche Halbleitertechnologie in die Schutzlösungen von Siemens integrieren.
Infineon stellt sein 62-mm-CoolSiC-MOSFET-Modul (1200 V) für den Einsatz in den Sentron-3QD2-Halbleiter-Leistungsschaltern von Siemens bereit. Diese Komponenten, kombiniert mit intelligenten Schutzalgorithmen, ermöglichen ultra-schnelle Unterbrechungen im Mikrosekundenbereich – bis zu 1.000-mal schneller als herkömmliche Systeme.
Das optimierte System steigert Effizienz, Leistungsdichte und Zuverlässigkeit und eignet sich damit ideal für Gleichstromnetze (DC-Netze). Besonders wertvoll ist diese Weiterentwicklung in Bereichen wie der industriellen Fertigung und KI-Rechenzentren, wo eine unterbrechungsfreie Stromversorgung entscheidend ist. Siemens gibt an, dass die Technologie zudem den Energieverbrauch und Materialeinsatz reduziert und so zur Dekarbonisierung der Industrie beiträgt.
Andreas Weisl, Executive Vice President für Industrie und Infrastruktur bei Infineon, verwies auf die wachsende Komplexität elektrifizierter KI-Rechenzentren und Fabriken. Er betonte die Notwendigkeit effizienterer und zuverlässigerer Stromverteilungssysteme, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Eine Live-Demonstration des Sentron-3QD2-Leistungsschalters findet am Messestand von Infineon während der PCIM Europe 2026 in Nürnberg vom 9. bis 11. Juni statt.
Die Zusammenarbeit zwischen Siemens und Infineon zielt darauf ab, die Strominfrastruktur für anspruchsvolle Anwendungen zu stärken. Ihre kombinierte Technologie verspricht schnelleren und zuverlässigeren Schutz, insbesondere in Branchen, die auf DC-Netze angewiesen sind. Die Lösung wird auf der PCIM Europe im nächsten Jahr präsentiert.






