Sechs Kandidaten kämpfen um das Bürgermeisteramt in Neufahrn bei Freising 2026
Verena GuteSechs Kandidaten kämpfen um das Bürgermeisteramt in Neufahrn bei Freising 2026
Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Neufahrn bei Freising nimmt vor der Wahl 2026 an Fahrt auf. Da der amtierende Bürgermeister Franz Heilmeier nicht mehr kandidiert, bewerben sich nun sechs Kandidaten um das Amt in der 22.000-Einwohner-Gemeinde nahe München. Die erste Runde findet am 8. März 2026 statt, eine mögliche Stichwahl zwischen den beiden Spitzenkandidaten Ozan Iyibas (CSU) und Christian Meidinger (Grüne) ist für den 22. März angesetzt.
Die politische Landschaft in Neufahrn veränderte sich, nachdem Heilmeier 2021 die Grünen verließ. Seine Entscheidung, nicht erneut anzutreten, hat das Feld geöffnet und zieht Kandidaten aus großen Parteien sowie Unabhängige an. Unter ihnen ist Marc Bosch, ein parteiloser Bewerber, der mit den Schwerpunkten digitale Innovation und Bürgerbeteiligung antritt.
Bosch, der sich bereits 2020 um das Bürgermeisteramt beworben hatte, geht diesmal mit höherer Bekanntheit und einem engagierten Team ins Rennen. Seine Erfahrung in der Spielebranche – insbesondere als Leiter der Geschäftsentwicklung bei Aesir Interactive – hebt ihn von den Mitbewerbern ab. Er möchte sein Know-how in Digitalisierung und künstlicher Intelligenz in die Kommunalpolitik einbringen und vergleicht seinen Wahlkampf mit einem Spiel in der Early-Access-Phase, bei dem Feedback das Endergebnis prägt.
Zu seinen bekanntesten Projekten zählt die Police Simulator-Reihe, während Ostwind: Die Legende von Khiimori für Anfang November geplant ist. Anders als seine Konkurrenten ist Bosch nicht der dominierenden CSU verbunden und positioniert sich als frische Alternative. Sein Programm zielt auf generationenübergreifende Politik ab, insbesondere mit Fokus auf Senioren, und setzt auf technologische Lösungen für kommunale Verbesserungen.
In der ersten Runde treten sechs Kandidaten an: Iyibas (CSU) mit prognostizierten 34,1 Prozent, Meidinger (Grüne) mit 26,2 Prozent, Wolfram Braun (Freie Wähler, 20,2 Prozent), Maximilian Heumann (SPD, 7,8 Prozent), Felix Bergauer (ÖDP, 3,0 Prozent) und Bosch (8,8 Prozent).
Die Wahl wird entscheiden, wer Neufahrn in den kommenden Jahren führen wird. Sollte kein Kandidat im März die absolute Mehrheit erreichen, kommt es zur Stichwahl zwischen Iyibas und Meidinger. Boschs technologieorientierter Ansatz und seine Unabhängigkeit bringen eine neue Dynamik in den Wahlkampf. Das Ergebnis wird die Zukunft der Gemeinde maßgeblich prägen.






