Regionalverkehr in Deutschland steht vor massiven Kürzungen – wer zahlt die Rechnung?
Rolf WendeRegionalverkehr in Deutschland steht vor massiven Kürzungen – wer zahlt die Rechnung?
Regionalverkehr in Deutschland drohen Kürzungen – ohne zusätzliche Mittel
Regionalen Verkehrsbetrieben in Deutschland stehen mögliche Streichungen bevor, sofern keine weiteren Finanzmittel bereitgestellt werden. Verkehrsbehörden warnen, dass ohne zusätzliche Gelder Bus- und Bahnverbindungen reduziert werden müssten. Die Problematik verschärft sich durch ein jüngstes Gerichtsurteil, das den finanziellen Druck auf lokale Schienenverkehrsbetreiber erhöht hat.
Ausgelöst wurde die Krise durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das die deutsche Obergrenze für Trassenentgelte im Regionalverkehr für unzulässig erklärte. Dadurch sehen sich Verkehrsverbünde gezwungen, beim Bund Entschädigungen zu beantragen, um Fahrplaneinschränkungen zu vermeiden. Die Verkehrsministerkonferenz hat die Bundesregierung nun aufgefordert, die Regionalisierungsmittel aufzustocken, die derzeit bei rund 12 Milliarden Euro pro Jahr liegen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat jedoch keine Zusagen für zusätzliche Gelder gemacht. Er begründete dies mit einer zu knappen Frist für eine Entscheidung. Gleichzeitig reicht die bisherige jährliche Erhöhung der Regionalisierungsmittel um 3 Prozent nicht mehr aus, um den aktuellen Betrieb aufrechtzuerhalten.
Experten schätzen, dass bis 2031 rund 14 Milliarden Euro zusätzlich benötigt werden, allein um das heutige Verkehrsnetz zu erhalten. Ohne diese Mittel könnten Kürzungen bei Bus- und Bahnverbindungen bundesweit unvermeidbar werden.
Der Finanzengpass setzt die Bundesregierung unter Handlungsdruck. Die regionalen Verkehrsbehörden haben deutlich gemacht, dass bei ausbleibender Lösung mit Einschränkungen zu rechnen ist. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob die heutigen Bus- und Bahnverbindungen auch im nächsten Jahrzehnt bestehen bleiben.






