Regensburgs Jugendhilfe im Strafverfahren feiert zehn Jahre Erfolg durch Mentoring statt Strafe
Verena GuteRegensburgs Jugendhilfe im Strafverfahren feiert zehn Jahre Erfolg durch Mentoring statt Strafe
Fachdienst für straffällige Jugendliche in Regensburg feiert zehnjähriges Bestehen
Ein spezialisierter Dienst, der junge Menschen in Konflikt mit dem Gesetz unterstützt, hat in Regensburg sein zehnjähriges Jubiläum begangen. Das Programm "Jugendhilfe im Strafverfahren" wurde 2015 ins Leben gerufen, um intensive Betreuung statt bloßer Bestrafung anzubieten. Sein Erfolg, so Behördenvertreter, beruhe auf der engen Zusammenarbeit lokaler Einrichtungen.
Die Initiative setzt darauf, junge Straftäter durch Mentoring zu fördern, anstatt sich allein auf Sanktionen zu konzentrieren. In den vergangenen zehn Jahren stützte sie sich auf Partnerschaften mit Polizei, Gerichten, Bewährungsdiensten und unabhängigen Jugendorganisationen. Landrätin Tanja Schweiger betonte, dass diese Vernetzung entscheidend für die Wirksamkeit des Programms sei.
Anlässlich des Jubiläums trafen sich rund 80 Fachkräfte aus der Region. Johannes Lohner, Experte für straffälligenbezogene Sozialarbeit, hielt einen Vortrag darüber, wie Entwicklungstraumata mit Jugendkriminalität zusammenhängen können. Er rief Fachleute dazu auf, traumasensible Methoden im Umgang mit gefährdeten Jugendlichen anzuwenden.
Der Dienst begleitet weiterhin junge Menschen in schwierigen Lebenslagen. Sein Ansatz basiert auf Respekt, klarer Kommunikation, freiwilliger Teilnahme und der Stärkung der Eigenverantwortung.
Nach einem Jahrzehnt bleibt die "Jugendhilfe im Strafverfahren" in Regensburg aktiv. Sie bietet straffälligen Jugendlichen strukturierte Unterstützung und pflegt gleichzeitig den Austausch mit Strafverfolgungsbehörden und Sozialdiensten. Im Mittelpunkt stehen Resozialisierung und Empowerment – nicht repressives Vorgehen.






