Regensburg enthüllt Gedenkstein für deportierte Russlanddeutsche nach 80 Jahren
Rolf WendeRegensburg enthüllt Gedenkstein für deportierte Russlanddeutsche nach 80 Jahren
In Regensburg wurde ein Gedenkstein für Russlanddeutsche enthüllt. Die Veranstaltung markierte den 80. Jahrestag ihrer Deportation in der Sowjetunion. Er ehrt all jene, die im 20. Jahrhundert Vertreibung, Verfolgung, Deportation und Zwangsarbeit erleiden mussten.
Die Gedenkfeier fand am 18. September 2021 statt. Reverend Dr. Bärbel Mayer-Schärtel und Pfarrer Michael Fuchs gestalteten eine gemeinsame Andacht und segneten den Gedenkstein. Ihr Gottesdienst erinnerte an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit.
Die Initiative ging vom Regensburgener Landesverband der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland aus. Die Stadt Regensburg, der Freistaat Bayern sowie Landsleute unterstützten das Projekt. Der Stein dient nun als Ort, um der Ahnen zu gedenken und der Opfer zu gedachten.
Jeden August sollen an dieser Stelle ein ökumenischer Gottesdienst, eine Totenandacht und eine Kranzniederlegung stattfinden. Solche Mahnmale sind in Deutschland nach wie vor selten – trotz ihrer Bedeutung für Anerkennung und Akzeptanz.
Für viele Russlanddeutsche war der Glaube in Exil und Not eine wichtige Stütze. Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte hilft ihnen, in ihrer neuen Heimat Würdigung zu erfahren. Der Gedenkstein in Regensburg steht als bleibendes Zeichen ihres Leidens und ihrer Widerstandskraft.






