26 April 2026, 14:32

Rechtsextreme greifen Journalisten in Ostdeutschland gewaltsam an – Polizei ermittelt

Titelseite der deutschen Zeitung "Weitpreubliche Zeitung" vom 13. November 1939, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Rechtsextreme greifen Journalisten in Ostdeutschland gewaltsam an – Polizei ermittelt

Im Januar wurde eine Gruppe rechtsextremer Aktivisten in Ostdeutschland gewalttätig gegen Journalisten und Fotografen. Rund 30 Personen, teilweise vermummt, belästigten und griffen Mitglieder des Mediennetzwerks Recherche-Nord in Schnellroda an. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen zu den Vorfällen eingeleitet.

Die Veranstaltung Ende Januar zog Teilnehmer aus ganz Europa an, darunter Vertreter der Schweizer Gruppe Junge Tat, der österreichische Aktivist Martin Sellner sowie Mitglieder der Jugendorganisation der rechtspopulistischen AfD.

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Während der Auseinandersetzung wurden Reporter und Fotografen körperlich angegriffen. Manuel Corchia, ein Mitglied von Junge Tat, beschädigte das Kameraobjektiv eines Journalisten, während Tobias Lingg, ein weiterer Teilnehmer, Fotografen mit Wasser bespritzte. Trotz der aggressiven Vorfälle gab es keine Verletzten.

Die Behörden prüfen nun Anzeigen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Diebstahls. Der Vorfall verschärft die ohnehin bereits bestehenden juristischen Probleme für Corchia und Lingg, die in den kommenden Monaten in der Schweiz wegen anderer Delikte vor Gericht stehen. Ihre Beteiligung an der deutschen Konfrontation könnte zu weiteren Ermittlungen durch die Schweizer Staatsanwaltschaft führen.

Der Angriff auf Medienvertreter hat eine polizeiliche Untersuchung ausgelöst. Den Beteiligten drohen rechtliche Konsequenzen sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen rechtsextremen Gruppen und Journalisten, die über deren Aktivitäten berichten.

Quelle