Polizeieinsatz nach gescheiterter Hochzeit: Mann flieht mit Kleinkind aus Standesamt
Freia MansPolizeieinsatz nach gescheiterter Hochzeit: Mann flieht mit Kleinkind aus Standesamt
Standesamt-Termin in Lauf an der Pegnitz endet mit Polizeieinsatz
Ein routinemäßiger Trauungstermin im Standesamt von Lauf an der Pegnitz eskalierte am Mittwoch zu einem Großeinsatz der Polizei. Ein 23-jähriger Mann floh mit einem Kleinkind aus dem Gebäude, nachdem die Beamten die Eheschließung wegen fehlender Einwanderungspapiere nicht vollziehen konnten. Die Behörden bestätigten später, dass das Kind unverletzt aufgefunden wurde.
Der Vorfall begann, als der Mann mit seiner Verlobten und deren Kind erschien, um die Hochzeit offiziell zu besiegeln. Die Standesbeamten stoppten das Verfahren, da nach türkischem Recht zusätzliche Unterlagen erforderlich waren – darunter ein gültiger Reisepass, ein Ehefähigkeitszeugnis und möglicherweise eine Aufenthaltsgestattung, falls es sich um einen Asylbewerber handelte. Die Überprüfung solcher Dokumente mit den türkischen Behörden kann zeitaufwendig sein, woraufhin der Mann offenbar die Fassung verlor.
Die Polizei wurde alarmiert, nachdem der 23-Jährige das Amt mit dem Kleinkind verlassen hatte. Die Beamten leiteten eine Suchaktion ein, an der mehrere Streifenwagen sowie ein Hubschrauber der bayerischen Bereitschaftspolizei beteiligt waren. Das Kind wurde kurz darauf wohlbehalten bei einem Angehörigen gefunden, der Mann hatte sich jedoch bereits aus dem Gebiet entfernt.
Die Kriminalpolizei in Schwabach hat die Ermittlungen übernommen. Die Behörden betonten, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand.
Das Kleinkind wurde unverletzt seiner Familie übergeben. Der Fall wird nun von den Ermittlern geprüft, während die Suche nach dem 23-Jährigen, dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, weitergeht. Die geplante Hochzeit konnte aufgrund der ungelösten Probleme mit den Dokumenten nicht stattfinden.






