Polizei Schwaben Nord startet 2026 Initiative gegen Antisemitismus mit Ausstellungen und Workshops
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Polizeipräsidium Schwaben Nord startet 2026 Initiative gegen Antisemitismus
Das Polizeipräsidium Schwaben Nord (PP Schwaben Nord) hat 2026 eine neue Initiative unter dem Titel "Polizei gegen Antisemitismus" ins Leben gerufen. Das Programm umfasst Ausstellungen, Workshops und öffentliche Veranstaltungen. Ziel der Behörden ist es, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und die Zusammenarbeit mit jüdischen Gemeinden in ganz Bayern zu stärken.
Den Auftakt der Kampagne bildete am 12. März 2026 die Eröffnung der Wanderausstellung "Antisemitismus in Bayern – Judenhass heute". Polizeipräsident Martin Wilhelm eröffnete die Schau offiziell, anwesend waren dabei prominente Persönlichkeiten wie Dr. Ludwig Spaenle, Barbara Schretter, Sigrid Atzmon und Tobias Eisch.
Im Rahmen der Initiative finden zudem Fortbildungsworkshops für Beamte und ziviles Personal statt. Bei interaktiven "World Cafés" tauschen sich Führungskräfte der Polizei mit Antisemitismusbeauftragten des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) aus. Darüber hinaus werden in Kooperation mit der BLKA-Abteilung für Hasskriminalität und der Kriminalinspektion E3 Selbstbehauptungskurse für Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft angeboten.
Das PP Schwaben Nord hatte bereits zuvor Schulungen zu den Themen "Polizei in der NS-Zeit" und "Jüdisches Leben in Augsburg" veranstaltet. In diesem Jahr steht unter anderem ein Vortrag über "Sicherheitswahrnehmung und Antisemitismus" in der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg (IKG) auf dem Programm. Den Abschluss der Reihe bildet am 25. Oktober 2026 ein Benefizkonzert des Bayerischen Polizeiorchesters, dessen Erlös der Augsburger Synagoge zugutekommt.
Für Medienanfragen steht die Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben Nord unter den Rufnummern +49 821 323 - 1013 / -1014 / -1015 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung.
Das Programm "Polizei gegen Antisemitismus" läuft das gesamte Jahr 2026 und verbindet Aufklärung, Dialog und Gemeinschaftsförderung. Mit der Ausstellung, den Workshops und dem Benefizkonzert soll ein nachhaltiges Engagement gegen Hass gefördert werden. Die Veranstalter gaben nicht bekannt, wie viele weitere bayerische Städte oder Regionen seit 2024 ähnliche Maßnahmen eingeführt haben.