Pistorius wirft Trump vor, die NATO durch Alleingänge zu destabilisieren
Bayram JohannPistorius wirft USA Schaden an der NATO vor - Pistorius wirft Trump vor, die NATO durch Alleingänge zu destabilisieren
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kritisiert Trump-Regierung für Schwächung der NATO
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat der US-Regierung unter Donald Trump vorgeworfen, das Bündnis der NATO zu untergraben. In jüngsten Stellungnahmen argumentierte er, die Haltung Washingtons in Fragen wie Grönland und der Ukraine habe Rivalen ermutigt und die transatlantischen Beziehungen belastet. Pistorius betonte zudem, die NATO müsse die Interessen Europas genauso vertreten wie die der USA.
Der Minister verwies auf zwei zentrale Konflikte während Trumps möglicher zweiter Amtszeit. Zum einen forderte die US-Regierung von den NATO-Partnern, ihre Verteidigungsausgaben bis 2035 auf fünf Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen – eine deutliche Steigerung gegenüber dem bisherigen Ziel von drei Prozent bis 2025. Trump drohte damit, dass Länder, die dieser Vorgabe nicht nachkämen, den US-Schutz verlieren könnten, und deutete sogar an, Russland könne gegen sie vorgehen.
Im Fall Grönlands hatte Trump zunächst mit militärischer Gewalt gedroht, um das Territorium unter US-Kontrolle zu bringen. Nach angespannten Verhandlungen einigte man sich schließlich in NATO-vermittelten Gesprächen zwischen Dänemark, Grönland und US-Vertretern auf eine Lösung, die eine Ausweitung der US-Militärstützpunkte ohne Einsatz von Waffengewalt vorsah.
In der Ukraine stoppte Trump im März 2025 die US-Militärhilfe und blockierte einen NATO-Beitritt Kiews. Stattdessen drängte er Europa, mehr Unterstützung zu leisten, und schlug eine verhandelte Lösung vor. Der sogenannte "Trump-Plan" umfasste ukrainische Neutralität, territoriale Zugeständnisse sowie einen beschleunigten EU-Beitrittsprozess – allerdings ohne NATO-Sicherheitsgarantien.
Pistorius argumentierte, die USA könnten in einer Welt aufstrebender Mächte nicht allein handeln. Die Stärke der NATO liege in ihren über 30 Mitgliedern, die Amerika als Teil des Bündnisses weitaus effektiver machten als im Alleingang.
Die Äußerungen des deutschen Ministers spiegeln wachsende Sorgen über die transatlantischen Spannungen wider. Angesichts der von Trump vorangetriebenen finanziellen und strategischen Neuausrichtung der NATO sehen sich europäische Führungskräfte unter Druck, sich anzupassen. Die Folgen könnten das Machtgefüge innerhalb des Bündnisses in den kommenden Jahren neu definieren.
Pistorius' Hormuz refusal sparks fresh transatlantic tensions
Germany's rejection of a US-led NATO mission to secure the Strait of Hormuz has intensified diplomatic friction with Washington. Key developments include:
- Boris Pistorius refused deployment requests, citing 'not our war' stance
- Trump administration criticized Berlin's decision as a breach of alliance obligations
- Chancellor Merz faces pressure to reconcile German neutrality with US security demands
- NATO coordination now strained over diverging priorities in global hotspots






