17 June 2026, 19:12

Pfändungsschutzkonten: Warum Betroffene oft leer ausgehen – trotz gesetzlichem Schutz

Pfändungsschutzkonto: Diakonie Fürth sieht Lücken in der Praxis

Pfändungsschutzkonten: Warum Betroffene oft leer ausgehen – trotz gesetzlichem Schutz

Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth warnt vor Problemen mit Pfändungsschutzkonten

Während der Aktionswoche Schuldnerberatung vom 15. bis 19. Juni macht die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth auf die Schwierigkeiten mit Pfändungsschutzkonten (P-Konten) aufmerksam. Im Fokus stehen die Hürden, mit denen Betroffene konfrontiert sind, wenn die Nutzung ihres P-Kontos erschwert wird. Viele Konteninhaber berichten, dass sie trotz gesetzlicher Schutzmechanismen Probleme haben, auf ihr Geld zuzugreifen.

In Deutschland kommt es monatlich zu etwa 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen. Ein P-Konto soll zwar einen grundsätzlichen Freibetrag von 1.560 Euro pro Monat sichern – unter bestimmten Voraussetzungen kann dieser auch erhöht werden –, doch in der Praxis funktioniert dieser Schutz laut Diakonie Fürth nicht immer reibungslos.

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Grundsätzlich kann jeder sein Girokonto in ein P-Konto umwandeln, selbst bei einem negativen Saldo. Allerdings gestaltet sich die Umstellung bei Gemeinschaftskonten deutlich schwieriger als bei Einzelkonten. Zudem verweigern manche Banken weiterhin Auszahlungen oder lehnen Transaktionen ab, obwohl ausreichend gedeckte Mittel vorhanden sind.

Die Beratungsstelle rät Inhabern eines P-Kontos, ihre Zahlungsvorgänge genau zu prüfen. Wichtig ist, den geschützten Existenzminimumbetrag nicht für Schuldenrückzahlungen zu verwenden. Zudem dürfen durch die Umwandlung in ein P-Konto keine Änderungen an bestehenden Vertragsbedingungen – etwa bei Gebühren oder Leistungen – vorgenommen werden.

Die Aktionswoche Schuldnerberatung zeigt: Trotz gesetzlicher Sicherungen haben viele Konteninhaber weiterhin mit Zugangsschwierigkeiten zu kämpfen. Ziel der Veranstaltung ist es, Betroffene über ihre Rechte aufzuklären und auf die praktischen Herausforderungen im Umgang mit einem Pfändungsschutzkonto hinzuweisen.

Quelle