Nürnbergs Immobilienpreise steigen rasant – doch Energieeffizienz entscheidet über den Wert
Verena GuteNürnbergs Immobilienpreise steigen rasant – doch Energieeffizienz entscheidet über den Wert
Nürnbergs Immobilienmarkt verzeichnet seit Jahren starke Preisanstiege. Grundstücke und Wohnimmobilien sind deutlich teurer geworden, wobei die Nachfrage nach energiefizienten Ausstattungen unter Käufern steigt.
Zwischen 2017 und Anfang 2022 stiegen die Grundstückspreise für Mehrfamilienhäuser um 60 %. Einfamilienhäuser verteuerten sich um 57 %, während Eigentumswohnungen im Schnitt 53 % teurer wurden. Auch Bauland für Einfamilienhäuser wurde im gleichen Zeitraum durchschnittlich 42 % kostspieliger.
Stand Ende April 2023 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Nürnberg bei 4.790,60 Euro und blieb damit über dem Niveau von 2022. Käufer bevorzugen zunehmend Immobilien mit energieeffizienten Heizsystemen. Zudem wirkt sich das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zunehmend auf den Verkauf aus, da ältere Objekte oft saniert werden müssen, um die Effizienzstandards zu erfüllen.
André Heid, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Immobilienbewertung, rät Eigentümern zu professionellen Gutachten, um den Marktwert präzise zu ermitteln. Online-Schätzungen lieferten oft keine verlässlichen Ergebnisse. Um einen fairen Preis zu erzielen, müssten Verkäufer entweder in Modernisierungen investieren oder bei unsanierten Objekten niedrigere Angebote akzeptieren.
Hauseigentümer in Nürnberg können Fördermittel, zinsgünstige Kredite und Steuererleichterungen für die Umrüstung auf energieeffiziente Heizsysteme beantragen. Diese Anreize sollen die Kosten für die Erfüllung der neuen Vorgaben abfedern. Der Markt bleibt zwar weiterhin gefragt, doch die Energieeffizienz spielt mittlerweile eine zentrale Rolle für den Wert einer Immobilie.






