22 March 2026, 12:29

Neuer Buglas-Präsident will Glasfaserausbau in Deutschland beschleunigen

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, Stromleitungen, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Neuer Buglas-Präsident will Glasfaserausbau in Deutschland beschleunigen

Der Bundesverband Glasfaser (Buglas) hat Patrick Helmes zum neuen Präsidenten für das Jahr 2025 gewählt. Er übernimmt das Amt zu einer entscheidenden Phase, in der Deutschland den Ausbau veralteter Kupfernetze durch schnellere und zuverlässigere Glasfaserleitungen vorantreibt. Die Branche steht jedoch vor großen Herausforderungen – von langsamen Installationen in Gebäuden bis hin zur Konkurrenz durch bestehende Kabelnetze.

Helmes, der auch die Bochumer Glasfaser Ruhr leitet, hat klare Prioritäten gesetzt: die Beschleunigung des Glasfaserausbaus in Mehrfamilienhäusern und die reibungslose Umstellung von Kupfer auf Glasfaser ohne Beeinträchtigungen für die Kunden. Seine Wahl fällt mit dem Beitritt der Deutschen Telekom zu Buglas zusammen, während einige Unternehmen den Verband verlassen und andere neu hinzukommen.

Eines der größten Hindernisse bleibt der zögerliche Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung (FTTH). Besonders in städtischen Gebieten mit gut ausgebautem VDSL oder Kabelnetz ist es schwierig, Bewohner vom Wechsel zu überzeugen. Der Verband warnt, dass Kabelnetze weniger zuverlässig, weniger zukunftsfähig und in der Wartung teurer seien als Glasfaser.

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Eine aktuelle Studie, die Buglas vorstellte, unterstreicht diese Nachteile und soll Kunden zum Umstieg auf Glasfaser bewegen. Doch die Werbekampagne des Digitalministeriums zur Förderung von Glasfaser wurde als unzureichend kritisiert. Der Verband fordert mehr politische Unterstützung, um die Preislücke zwischen Glasfaser und Kabel zu schließen und zu verhindern, dass Nutzer bei den älteren Netzen bleiben.

Seit das Ministerium seine Digitalstrategie vorgelegt hat, hat sich die Förderlandschaft verbessert. Digitalminister Wildberger hat 1,8 Milliarden Euro für neue Gigabit-Projekte bereitgestellt und förmliche Zusagebescheide an Kommunen im ganzen Land vergeben. Dennoch betont Buglas, dass eine stärkere politische Rückendeckung notwendig ist, um Investitionen in Glasfaser attraktiver zu machen.

Der Übergang von Kupfer zu Glasfaser bleibt eine zentrale Herausforderung. Helmes hat versprochen, den Prozess so reibungslos wie möglich zu gestalten – insbesondere in Regionen, in denen die Glasfaserinfrastruktur noch fehlt. Ziel ist es, Frustration bei Kunden zu vermeiden, die sich während des Umbaus benachteiligt fühlen könnten.

Mit den nun bereitgestellten 1,8 Milliarden Euro für den Gigabit-Ausbau gewinnt die Glasfaser-Offensive an Fahrt. Die Schwerpunkte des Verbands – Kostensenkung, höhere Zuverlässigkeit und politische Unterstützung – werden die nächste Phase der digitalen Modernisierung Deutschlands prägen. Für die Verbraucher verspricht der Umstieg schnellere Verbindungen – vorausgesetzt, der Ausbau überwindet seine aktuellen Verzögerungen.

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