07 April 2026, 06:24

Münchner Surfer bauen Eisbachwelle eigenhändig wieder auf – doch sie verschwindet erneut

Gemälde namens "Meeresszene mit Wellen" von Albert Bierstadt, das Wellen zeigt, die auf Felsen im Ozean krachen, mit einem wolkenfüllten Himmel.

Surfer bauen eigene Eisbach-Welle - Unter dem Deckmantel der Dunkelheit - Münchner Surfer bauen Eisbachwelle eigenhändig wieder auf – doch sie verschwindet erneut

Die berühmte Eisbachwelle im Münchner Englischen Garten ist nach routinemäßigen Arbeiten am Flussbett Ende Oktober verschwunden. Am Wochenende griffen Surfer selbst zur Tat und bauten die Welle mit Holzbohlen vorübergehend wieder auf – eine Aktion, die in Videos festgehalten und auf Instagram weit verbreitet wurde.

Die Eisbachwelle ist seit den 1970er-Jahren ein beliebter Surfspot und wurde 2010 offiziell legalisiert. Nachtsurfen und nicht genehmigte Eingriffe in Gewässer bleiben in München jedoch verboten. Trotzdem restaurierte eine Gruppe von Surfern die Welle für kurze Zeit, sodass zumindest eine Person sie nachts nutzen konnte, bevor sie erneut verschwand.

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Die Stadt untersucht nun, warum sich die Welle nach den Oktober-Arbeiten nicht von selbst neu bildete. Eine mögliche Erklärung sind zu niedrige Wasserstände; das Aufschütten von Kies auf dem Flussbett könnte Abhilfe schaffen. Der Fluss ist inzwischen wieder in seinen gewohnt ruhigen Zustand zurückgekehrt.

Die Eisbachwelle war in der Vergangenheit bereits Schauplatz eines tragischen Unfalls. Im Sommer 2025 ertrank eine Surferin, nachdem sich ihre Leash verfangen hatte, was zu einem vorübergehenden Surfverbot führte. Der Münchner Surf Club teilte zwar das aktuelle Video der Wiederherstellung, betonte aber, nicht an der Aktion beteiligt gewesen zu sein.

Vorerst bleibt die Eisbachwelle verschwunden und entzieht den Surfern ihren ikonischen Spot. Die Behörden prüfen weiterhin Lösungen, doch eine offizielle Maßnahme steht noch aus. Der Vorfall zeigt die anhaltende Spannung zwischen der Pflege des Flusses und dem Erhalt der Münchner Surfkultur.

Quelle