Münchner Sicherheitskonferenz setzt klare Zeichen gegen Russland und China
Verena GuteUS-Außenminister Marco Rubio reist zur Münchner Sicherheitskonferenz - Münchner Sicherheitskonferenz setzt klare Zeichen gegen Russland und China
Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) beginnt diese Woche mit Fokus auf westliche Einheit und wachsende Spannungen mit autoritären Regimen wie Russland und China. Bundeskanzler Friedrich Merz wird die Veranstaltung mit einer grundlegenden außenpolitischen Rede eröffnen. Über 1.000 Teilnehmer aus rund 120 Ländern, darunter 60 Staats- und Regierungschefs, werden erwartet.
Die Konferenz hat in den letzten Jahren ihren Ansatz verändert. War sie einst eine Plattform für den Dialog mit Russland und China, übt sie heute offen Kritik an deren Außenpolitik. Seit 2014 nehmen keine russischen Staatsvertreter mehr teil, und China ist nur noch mit niederrangigen Diplomaten vertreten. Das diesjährige Programm spiegelt eine deutlichere Haltung gegen autoritäre Einflüsse wie Russland und China wider.
Der US-Außenminister Marco Rubio führt die amerikanische Delegation an und wird am Freitag und Samstag in München sein. Er fordert eine vollständige Neubewertung der globalen Rollen angesichts der aktuellen geopolitischen Lage. Nach der Konferenz reist Rubio nach Ungarn und in die Slowakei – beide Länder werden von Verbündeten von US-Präsident Donald Trump regiert.
Auch Deutschlands Spitzenpolitiker sind vertreten: Außenminister Johann Wadephul, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Finanzminister Lars Klingbeil werden erwartet. Dutzende US-Abgeordnete ergänzen die Runde und unterstreichen die Betonung der transatlantischen Zusammenarbeit.
Die MSC bleibt eines der bedeutendsten Sicherheitsforen weltweit. Ihre sich wandelnde Position zeigt die vertiefte Kluft zwischen westlichen Demokratien und Rivalen wie Russland und China.
Die Konferenz findet mit hochrangiger internationaler Beteiligung statt. Im Mittelpunkt der Debatten werden voraussichtlich die Sicherheitsherausforderungen durch autoritäre Staaten wie Russland und China stehen. Rubios anschließende Besuche in Ungarn und der Slowakei deuten auf eine fortsetzende US-Einbindung bei europäischen Partnern hin, die der Regierung Trump nahestehen.
Marco Rubios Münchner Rede: Mutige Visionen für transatlantische Einheit und westliches Erbe
US-Außenminister Marco Rubio hielt am 14. Februar 2026 auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine wegweisende Rede, in der er eine revitalisierte transatlantische Allianz skizzierte. Wichtige Punkte waren:
- 'Zusammen können wir unsere Volkswirtschaften wiederaufbauen und unsere Fähigkeit zur Verteidigung unseres Volkes stärken,' erklärte er und betonte die gegenseitige wirtschaftliche und militärische Stärke.
- 'Wir wollen Verbündete, die sich selbst verteidigen können, damit kein Gegner jemals versucht, unsere gemeinsame Stärke zu testen,' betonte er und unterstrich den Wandel von der globalen Ordnung zur nationalen Souveränität.
- Der Abgeordnete Mike Lawler lobte die Rede als 'Meisterstück,' das die Einheit gegen Bedrohungen der westlichen Zivilisation stärkt.