Münchens S-Bahn kehrt nach zehn Tagen Chaos langsam zum Normalbetrieb zurück
Bayram JohannWelche Probleme bleiben nach der Hauptstrecken-Sperrung - Münchens S-Bahn kehrt nach zehn Tagen Chaos langsam zum Normalbetrieb zurück
Münchens S-Bahn-Netz kehrt schrittweise zum Normalbetrieb zurück
Nach fast zehn Tagen mit Sperrungen und Verspätungen normalisiert sich der S-Bahn-Verkehr in München allmählich. Die Störungen hatten am Freitag, dem 14. November, begonnen – ausgelöst durch umfangreiche Bauarbeiten an der zweiten Hauptstrecke des S-Bahn-Netzes. Zwar sind die meisten Verbindungen wieder aufgenommen, doch einige Einschränkungen bestehen weiterhin.
Die Sperrung begann am Freitagabend um 22:20 Uhr und betraf zunächst den westlichen Abschnitt der Innenstadtstrecke. Die geplanten Arbeiten in der Nähe von Laim wurden zwar bis zum frühen Montagmorgen abgeschlossen, doch anschließende Kontrollen führten zu anhaltenden Verspätungen auf der Hauptstrecke. Während dieser Zeit fuhr lediglich die Linie S2 durchgehend auf der gesamten Innenstadttrasse.
Fahrgäste mussten mit Ausfällen rechnen, insbesondere auf den stark frequentierten S-Bahn-Linien zur Hauptverkehrszeit. Um ins Stadtzentrum zu gelangen, stiegen Pendler auf Ersatzbusse zwischen Trudering und Ostbahnhof um oder wechselten an den Stationen Giesing und Heimeranplatz in die U-Bahn. Die Sperrungen waren notwendig für Gleiserneuerungen, Tiefbauarbeiten an Kabeltrassen sowie die Überprüfung des Untergrunds auf nicht explodierte Munition aus dem Zweiten Weltkrieg am Ostbahnhof.
Weitere Behinderungen sind für die Wochenenden nach den Herbstferien zu erwarten: Von Samstag, dem 15. November, bis Montag, dem 17. November, werden die Bauarbeiten fortgesetzt. Ähnliche Einschränkungen wird es auch an den ersten beiden Adventswochenenden geben. Unterdessen untersucht die DB InfraGO weiterhin eine Signalstörung und strebt eine zügige Lösung an.
Die meisten S-Bahn-Verbindungen fahren mittlerweile wieder nach Fahrplan. Dennoch sollten Fahrgäste sich auf zusätzliche Wochenendsperrungen in den kommenden Wochen einstellen. Die laufenden Arbeiten bleiben entscheidend für den Ausbau der Münchner Schieneninfrastruktur.






