13 March 2026, 16:53

Münchens neue ÖPNV-Kampagne: Mehr Sicherheit durch schnelle Hilfe und Überwachung

Ein Plakat mit einem Zug auf Schienen und einigen Menschen in der Nähe, der Text lautet: "Der American Jobs Plan wird erschwinglichen öffentlichen Verkehr ausbauen."

"Sicher unterwegs" im Zug - Videos informieren - Münchens neue ÖPNV-Kampagne: Mehr Sicherheit durch schnelle Hilfe und Überwachung

München startet neue Kampagne für mehr Sicherheit im ÖPNV

München hat eine neue Initiative gestartet, um den öffentlichen Nahverkehr für Fahrgäste sicherer zu machen. Unter dem Namen "Sichere Fahrten" konzentriert sich die Kampagne auf schnellere Notfalleinsätze und bessere Unterstützungssysteme. Die Polizei der Stadt erreicht Vorfälle in Bussen und Bahnen bereits im Durchschnitt innerhalb von vier Minuten.

Zu der Kampagne gehören Aufklärungsvideos, die Passagieren zeigen, wie sie in Notfällen reagieren sollen. Über 15.000 Kameras überwachen mittlerweile Bahnhöfe und Züge, während Notrufsäulen die Bahnsteige säumen. Die Behörden ermutigen zudem Bürgerinnen und Bürger, einzugreifen, wenn sie unsichere Situationen beobachten.

Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die ersten Videos besonders schutzbedürftige Gruppen nicht ausreichend berücksichtigt haben. Aktuelle Daten zeigen, dass sich nur 26 Prozent der jungen Frauen nach Einbruch der Dunkelheit an Haltestellen sicher fühlen. Fast ein Drittel gab an, bereits sexuelle Belästigung im öffentlichen Verkehr erlebt zu haben.

Auch über München hinaus setzen sich deutsche Politiker für umfassendere Sicherheitsmaßnahmen ein. Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident Alexander Schweitzer forderte während der Ministerpräsidentenkonferenz im März 2026 in Berlin den Einsatz von Bodycams in Zügen. Die Deutsche Bahn plant, ab 2026 freiwillige Körperkameras für alle kundenorientierten Mitarbeiter einzuführen. Zudem sollen 200 zusätzliche Sicherheitskräfte auf Bahnhöfen eingesetzt werden, wobei ein direkter Vergleich zum Münchner System bisher fehlt.

Die "Sichere Fahrten"-Kampagne soll das Vertrauen in das Münchner Verkehrsnetz stärken. Mit schnelleren Polizeieinsätzen, mehr Kameras und öffentlichen Aufklärungskampagnen hofft die Stadt, die Zahl der Vorfälle zu reduzieren. Unterdessen werden auf nationaler Ebene weiterhin Diskussionen über den Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Schienenverkehr geführt.

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