Münchens erstes gemeinsames Energiesystem nach §42b EnWG geht ans Netz
Verena GuteMünchens erstes gemeinsames Energiesystem nach §42b EnWG geht ans Netz
Am Schatzbogen 88 in München wurde ein gemeinsames Energiesystem fertiggestellt – das erste Projekt, das das Modell nach Paragraf 42b des deutschen Energiewirtschaftsgesetzes umsetzt. Entwickelt wurde es von Solation, einem Münchner Start-up, das sich auf Energielösungen für Mehrparteiengebäude spezialisiert hat.
Das System verbindet eine 64-Kilowatt-Dach-Solaranlage mit intelligenter Energiemanagement-Software. Es versorgt acht Mieter, darunter Büros, Logistikflächen und Gewerbeeinheiten. Rund 72 Prozent des erzeugten Stroms sollen direkt vor Ort verbraucht werden, wobei die Verteilung bedarfsgerecht erfolgt.
Die bestehenden Zählerkästen blieben unverändert, da das Gebäude mit intelligenten Messsystemen des Herstellers iMSys ausgestattet wurde. Zusätzlicher Energiebedarf wird über die jeweiligen Versorger der Mieter gedeckt. Solation arbeitete dabei mit den Partnern M-Quadrat, Countrol und Consolinno Energy zusammen, unterstützt von den Stadtwerken München (SWM).
Durch das Projekt sollen die Betriebskosten um 2,80 Euro pro Quadratmeter und Jahr sinken – das entspricht einer monatlichen Ersparnis von etwa 23 Cent. Es handelt sich um einen konkreten Schritt in Richtung gemeinsamer Energieversorgung nach den aktualisierten deutschen Vorschriften.
