Medienkritik: Wenn Kultur nur noch nach Kosten bewertet wird
In einer jüngsten Kritik werden Bedenken über den Umgang einer einflussreichen Medienpersönlichkeit mit kulturellen Einrichtungen thematisiert. Der Autor erinnert dabei an deren Amtszeit als Chefredakteur des Weser-Kurier in Bremen – eine Phase, die er mit einem Qualitätsverlust der Zeitung in Verbindung bringt. Aktuell dreht sich die Debatte um die Pläne für ein Opernhaus in Dortmund.
Der Autor blickt auf die Zeit des Kritikers in Bremen zurück, wo dieser den Weser-Kurier leitete. Er wirft ihm vor, unter seiner Führung hätten die journalistischen Maßstäbe gelitten, da der Fokus auf Auflagenzahlen, wirtschaftliche Interessen und Selbstinszenierung statt auf kulturelle Werte gelegen habe.
Nun, als Chefredakteur der Rheinischen Post, stellt sich der Kritiker gegen die Opernhaus-Pläne in Dortmund. Als Begründung führt er die hohen Kosten der Sanierung der Kölner Oper an und plädiert dafür, das Dortmunder Projekt aufzugeben. Der Autor warnt, diese Logik könnte, wenn andere Städte ihr folgten, dazu führen, dass am Ende keine Stadt mehr ein Opernhaus besitzt.
Die Düsseldorfer Oper beschäftigt derzeit 570 Mitarbeiter und fördert lokale Musikschulen sowie Bibliotheken. Zudem bietet sie Bildungsprogramme für Kinder an. Doch der Kritiker bewertet Kunst allein nach finanziellen Kriterien und blendet ihren emotionalen und kulturellen Wert aus.
Der Autor mahnt, dass diese Haltung Kultur auf ökonomische Kennziffern reduziert und damit den tieferen Sinn von Kunst und ihre gesellschaftliche Rolle missversteht. Ohne einen Wandel in dieser Denkweise bleibt die Zukunft kultureller Projekte wie des Dortmunder Opernhauses ungewiss.






