Landkreistagspräsident Brötel zerpflückt 100-Milliarden-Fonds als "Tropfen auf heißen Stein"
Verena GuteLandkreistagspräsident Brötel zerpflückt 100-Milliarden-Fonds als "Tropfen auf heißen Stein"
Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags, hat den Sonderfonds der Bundesregierung für Klimaanpassung scharf kritisiert. Der CDU-Politiker wirft dem 100-Milliarden-Euro-Fonds vor, lokale Hitzeschutzmaßnahmen unzureichend zu unterstützen. Die bereitgestellten Mittel seien bei Weitem nicht ausreichend, betont Brötel.
Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte kürzlich erklärt, der Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro decke die Anforderungen der Klimaanpassung ab. Brötel widerspricht dieser Einschätzung vehement und bezeichnet die Summe als „nur einen Tropfen auf den heißen Stein“. Der Fonds helfe lediglich in Einzelfällen und könne keine dauerhafte kommunale Investition ersetzen.
Laut Brötel erfordert wirksamer Hitzeschutz eine kontinuierliche finanzielle Absicherung. Kommunen setzten bereits Maßnahmen um – etwa Hitzeaktionspläne, Beratungen für Einrichtungen und Anpassungsstrategien. Doch der Landkreistagspräsident warnt: Ohne stabile Förderung könnten diese Initiativen keine nachhaltige Wirkung entfalten.
Brötels Position offenbart eine Kluft zwischen bundespolitischen Zusagen und kommunalem Bedarf. Zwar leiste der Sonderfonds in manchen Fällen Unterstützung, doch für einen flächendeckenden Hitzeschutz fehle es den Gemeinden an langfristigen Ressourcen. Die Debatte um die Finanzierung dauert an, während die Kommunen auf mehr Unterstützung drängen.
