Ladeinfrastruktur in Deutschland: Warum Ingolstadt alle übertrifft – und München hinterherhinkt
Verena GuteIngolstadt und Regensburg führen bei Ladesäulen - Ladeinfrastruktur in Deutschland: Warum Ingolstadt alle übertrifft – und München hinterherhinkt
Eine aktuelle Analyse des Ladeinfrastrukturnetzes für Elektroautos in Deutschland zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Städten. Während einige Regionen mit einer unzureichenden Ausstattung kämpfen, sind andere Vorreiter bei der Bereitstellung von Lademöglichkeiten für Fahrzeughalter. Die Ergebnisse verdeutlichen die ungleichmäßige Entwicklung bei der Unterstützung des Umstiegs auf E-Mobilität im Land.
Stand 1. Juli 2022 stach Ingolstadt mit der besten Verfügbarkeit von Ladestationen bundesweit hervor: Auf eine Ladesäule kamen dort lediglich 71 zugelassene Elektroautos – ein Verhältnis, das die Stadt deutlich an die Spitze setzte.
Auch Regensburg schnitt gut ab und belegte unter den Zulassungsbezirken Platz vier. Hier teilten sich 6,5 Elektrofahrzeuge eine Ladesäule. Bayern insgesamt verfügte bis zum 1. Oktober 2022 über knapp 35.000 öffentlich zugängliche Ladestationen. Dennoch lag der Landesdurchschnitt bei 15,7 Fahrzeugen pro Ladepunkt – leicht besser als der Bundesdurchschnitt von 16,7.
München, obwohl mit der höchsten absoluten Zahl an Ladesäulen, rangierte bei der Verfügbarkeit pro Elektroauto nur auf Platz 90. Am anderen Ende der Skala stand Schwabach mit den wenigsten Ladestationen insgesamt und dem ungünstigsten Verhältnis von Fahrzeugen zu Ladepunkten.
Bundesweit zählte die Bundesnetzagentur bis zum 1. März 2026 insgesamt 147.935 Normalladestationen und 50.449 Schnellladesäulen. Fachleute betonen, dass der weitere Ausbau dieser Infrastruktur entscheidend bleibt, um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen.
Die Daten zeigen klare Disparitäten beim Zugang zu Lademöglichkeiten in deutschen Städten. Während Ingolstadt und Regensburg bei der Verfügbarkeit führen, sehen sich München und Schwabach größeren Herausforderungen gegenüber. Da die Ladeinfrastruktur weiterhin als zentraler Faktor für das Wachstum der E-Mobilität gilt, wird ein zusätzlicher Ausbau notwendig sein, um die Verkehrswende zu unterstützen.






