Kunstwerk hält Erinnerung an Münchens Kultbar Schwabinger 7 fest
Neues Kunstwerk ehrt Münchens legendäre Bar Schwabinger 7 – Eröffnung in Bruckmühl
Ein neues Kunstwerk, das Münchens legendäre Bar Schwabinger 7 würdigt, wird bald in Bruckmühl ausgestellt. Der Künstler Rupert Dorrer hat das Werk geschaffen und verwandelt darin ein Foto der Bar-Wand in eine mehrschichtige Malerei. Die feierliche Enthüllung findet am Montag um 11 Uhr statt und wird vom Bürgermeister der Stadt in einem offiziellen Akt vorgenommen.
Die Schwabinger 7 war einst Münchens berühmteste Bar – ein Kultort für Einheimische und Besucher gleichermaßen. Nach ihrer Schließung übernahm Denn's Biomarkt das Gelände und ersetzte die ikonische Location. Über das Gebäude in der Feilitzschstraße 7 sind nur wenige Details bekannt; später bezog die Burgermeister-Brauerei im Rahmen eines größeren Immobilienprojekts Teile des Areals.
Dorrer hat die Wand der Bar in seinem Werk bis ins kleinste Detail nachgebildet und mit Farbe ihren ursprünglichen Look eingefangen. Für ihn ist das Bild eine Reflexion über Vergänglichkeit – ein Moment aus einem Ort, der nicht mehr existiert. Der Künstler und Gerd "Manila" Waldhauser, der ehemalige Wirt der Bar, treffen sich noch immer am Stammtisch im Grünen Eck in der Schwabinger Marktstraße.
Das Gemälde reiht sich ein in 140 weitere Werke der Galerie in Bruckmühl, die alle einen Bezug zum Landkreis Rosenheim haben. Sie stammen aus der Zeit von 1875 bis heute und bilden, wie Dorrer sagt, sein Lebenswerk.
Die Zeremonie am Montag markiert den offiziellen Eintritt des Kunstwerks in die Sammlung. Dorrers Werk bewahrt damit ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte, das nun zwischen Jahrzehnten regionaler Kunst zu sehen sein wird. Besucher können die rekonstruierte Wand bald als Teil der Dauerausstellung besichtigen.