24 April 2026, 12:29

KI bringt Elvis, Whitney und Amy Winehouse zurück – doch ist das ethisch vertretbar?

Eine Frau singt in ein Mikrofon auf der Bühne, während ein Mann Gitarre spielt in in Hintergrund unter Deckenlampen.

KI bringt Elvis, Whitney und Amy Winehouse zurück – doch ist das ethisch vertretbar?

Eine neue deutsche TV-Show holt verstorbene Musiklegenden mit KI und digitalen Effekten zurück auf die Bühne."Staying Alive – Stars singen mit Legenden" feiert am 25. April Premiere und präsentiert Duette zwischen lebenden Künstlern und längst verstorbenen Ikonen wie Elvis Presley, Whitney Houston und Amy Winehouse. Das Konzept hat bereits ethische Bedenken und Fragen zur Einwilligung aufgeworfen.

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Die von Endemol Shine und ProSiebenSat.1 produzierte Sendung wird auf ProSieben ausgestrahlt. Für die Auftritte engagierten die Macher lebende Doubles, deren Gesichter später per KI so bearbeitet werden, dass sie im Broadcast den verstorbenen Stars ähneln. Zu den Highlights zählt ein Duett zwischen Whitney Houston und Álvaro Soler, während Freddie Mercury gemeinsam mit Samu Haber von Sunrise Avenue auf der Bühne steht.

Elvis Presley wird mit der deutschen Band No Angels den Hit "Daylight in Your Eyes" performen. Ein weiterer Höhepunkt: Der deutsche Popstar Sasha singt "I Feel Lonely" mit einer digitalen Version von Amy Winehouse. Der Einsatz von KI, um verstorbene Künstler ohne deren Zustimmung wieder auferstehen zu lassen, wirft jedoch Fragen nach Ethik und Respekt vor ihrem Vermächtnis auf.

Kritiker monieren, die Show nutze Bilder und Stimmen von Künstlern aus, die sich nicht mehr wehren oder zustimmen können. Trotz der Kontroversen treiben die Produzenten das Projekt voran – eine Mischung aus Live-Auftritten und digitalen Rekonstruktionen. Die Premiere von "Staying Alive" wird zeigen, wie das Publikum auf KI-generierte Auftritte verstorbener Musiker reagiert. Der Ansatz der Sendung, der auf Doubles und Gesichtsveränderungen setzt, könnte Schule machen für zukünftige Unterhaltungsprojekte. Die ethischen Debatten über postume digitale Auftritte werden die Ausstrahlung jedoch wohl überdauern.

Quelle