22 March 2026, 22:24

Kemptens politischer Umbruch: Freie Wähler beenden 30 Jahre CSU-Ära

Karte von Deutschland mit den Landtagswahl-Ergebnissen von 2016 nach Bundesländern, farblich in Rot und Blau gehalten, mit Text zu den Kandidatennamen und dem Wahltermin.

Kemptens politischer Umbruch: Freie Wähler beenden 30 Jahre CSU-Ära

Kempten wählt neuen Oberbürgermeister – Ende von 30 Jahren CSU-Führung

Kempten hat einen neuen Oberbürgermeister gewählt und damit eine 30-jährige Ära der CSU an der Spitze der Stadt beendet. Christian Schoch von den Freien Wählern setzte sich in der Stichwahl durch und besiegte den langjährigen Amtsinhaber Thomas Kiechle. Das Ergebnis markiert einen deutlichen Wandel in der lokalen Politik nach Jahrzehnten konservativer Dominanz.

Die CSU hatte das Kemptener Rathaus erstmals 1996 übernommen, als Ulrich Netzer die Oberbürgermeisterwahl gegen die damals regierende SPD gewann. Netzer blieb bis 2014 im Amt, bevor er die Führung an Thomas Kiechle übergab – den Sohn des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle.

Kiechle regierte zwei Amtszeiten lang, unterlag jedoch in diesem Jahr in der Stichwahl. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent, wobei Schoch 55 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während Kiechle auf 45 Prozent kam.

Mit der Wahl endet ein drei Jahrzehnte währendes Kapitel der CSU-Herrschaft in Kempten. Es gibt keine detaillierten Vergleiche, wie sich die politischen Entwicklungen der Stadt in dieser Zeit von denen anderer Gemeinden im Allgäu unterscheiden.

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Christian Schoch wird nun als erster Oberbürgermeister seit 1996 das Amt übernehmen, der nicht der CSU angehört. Der Sieg der Freien Wähler bricht mit einer langjährigen Tradition konservativer Regierung. Der Wechsel folgt einer klaren Entscheidung der Wähler in der Stichwahl.

Quelle