07 May 2026, 06:22

Jungheinrich trennt sich von Finanzvorständin Heike Wulff nach Gewinnrückgang

Logo des 48. Versorgungsgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsgeschwader" in Blau und dem Text "48. Versorgungsgeschwader" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrich trennt sich von Finanzvorständin Heike Wulff nach Gewinnrückgang

Jungheinrich hat nach einer schwierigen finanziellen Phase einen bedeutenden Wechsel in der Unternehmensführung bekannt gegeben. Heike Wulff, die Finanzvorständin des Konzerns, verlässt das Unternehmen früher als geplant – als Reaktion auf einen deutlichen Gewinnrückgang. Vorstandsvorsitzender Lars Brzoska übernimmt vorläufig ihre Aufgaben, während nach einer Nachfolge gesucht wird.

Wulff war Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten, ihr ursprünglich bis Mai 2027 laufender Vertrag wurde nun nicht verlängert. Auf Einvernehmen zwischen Aufsichtsrat und Wulff hin endet ihre Amtszeit vorzeitig. Brzoska, der bereits als CEO amtiert, wird die Finanzgeschäfte bis zur Besetzung der Position mit einer dauerhaften Lösung leiten.

Die Entscheidung fällt in eine Phase finanzieller Turbulenzen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des ersten Quartals brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte ein. Als Gründe gelten der verschärfte Wettbewerb in der Branche sowie ein Streik am Produktionsstandort Lüneburg.

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Trotz dieser Herausforderungen bleibt Jungheinrich in Familienhand. Die beiden Töchter des Firmengründers halten jeweils 27 Millionen Stammaktien und kommen gemeinsam auf eine Sperrminorität von 53 Prozent. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden öffentlich im MDAX gehandelt. Seit Ende 2025 hat sich der Börsenwert des Unternehmens um fast 30 Prozent verringert und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro.

Mit Wulffs Abgang übernimmt Brzoska vorerst beide Funktionen – als Vorstandsvorsitzender und Finanzchef. Das Unternehmen steht nun vor der Aufgabe, die finanzielle Schieflage zu überwinden und gleichzeitig die Stabilität unter familiärer Führung zu wahren. Eine dauerhafte Nachfolge für Wulff soll in Kürze bekannt gegeben werden.

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