07 April 2026, 08:26

Gundremmingen sprengt ikonische Kühltürme – ein Meilenstein beim Atomausstieg

Eine Pilzwolke, die aus einer nordkoreanischen Landschaft aufsteigt, mit Rauch, beschädigten Bäumen und Häusern im Hintergrund, begleitet von Text, der es als Kernkatastrophe etikettiert.

Gundremmingen sprengt ikonische Kühltürme – ein Meilenstein beim Atomausstieg

Kernkraftwerk Gundremmingen erreicht Meilenstein bei Rückbau

Im Kernkraftwerk Gundremmingen ist ein wichtiger Schritt beim Rückbau gelungen: Zwei 160 Meter hohe Kühltürme wurden am Dienstag durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Detonation markiert den bislang sichtbarsten Fortschritt seit der endgültigen Abschaltung des Kraftwerks Ende 2021.

Auf dem Gelände in Gundremmingen befanden sich ursprünglich drei Reaktorblöcke – ein 250-Megawatt-Block sowie zwei größere Einheiten mit je 744 Megawatt Leistung. Die Blöcke zwei und drei gingen 1984 bzw. 1985 in Betrieb, wurden jedoch im Rahmen des deutschen Atomausstiegs stillgelegt: Block zwei Ende 2017, Block drei im Jahr 2021.

Vor der Sprengung hatten Arbeitskräfte über 4.700 Tonnen Baumaterial aus den Türmen entfernt. Durch die Explosion selbst wurden zusätzlich 56.000 Tonnen Stahlbeton zerstört. Der Großteil des Schutts soll zu Schotter und Baumaterialien recycelt und wiederverwendet werden.

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Der vollständige Rückbau des Kraftwerks läuft nun an und soll voraussichtlich in den 2030er-Jahren abgeschlossen sein. Mit dem Abriss der Türme ist ein großer Teil des Geländes freigeräumt, doch weitere Stilllegungsarbeiten stehen noch an. Die recycelten Materialien der Türme werden für neue Bauprojekte genutzt. Der Prozess entspricht dem langfristigen Plan Deutschlands, vollständig aus der Kernenergie auszusteigen.

Quelle