Gerechtere Mietkosten: Soll die Sanierungslast nach Einkommen verteilt werden?
Freia MansGerechtere Mietkosten: Soll die Sanierungslast nach Einkommen verteilt werden?
Ein neuer Vorschlag zielt darauf ab, die Art und Weise zu ändern, wie Mieter die Kosten für energetische Sanierungen ihrer Wohnungen untereinander aufteilen. Derzeit dürfen Vermieter diese Ausgaben gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Doch der Präsident des deutschen Wohnungswirtschaftsverbands fordert ein gerechteres System, das sich am Einkommen orientiert.
Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft (GdW), hat eine dringende Reform angemahnt. Er argumentiert, dass die aktuellen Regeln Haushalte mit geringem Einkommen unverhältnismäßig belasten. Als Beispiel führte er an, dass eine alleinerziehende Mutter und ein gut verdienendes Paar nach einer Sanierung mit denselben Mietsteigerungen konfrontiert werden – obwohl ihre finanziellen Spielräume völlig unterschiedlich sind.
Gedaschkos Plan sieht ein gestuftes Modell vor: Mieter mit höherem Einkommen sollten einen größeren Anteil der Kosten für Maßnahmen wie klimafreundliche Heizsysteme oder Dämmung tragen. Er drängt die Regierungskoalition, das Thema zügig anzugehen.
Bisher können Vermieter die vollen Modernisierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Die geplante Neuregelung würde einen Teil der finanziellen Last auf diejenigen verlagern, die sie besser schultern können. Falls der Vorschlag umgesetzt wird, würden Mietsteigerungen künftig an das Einkommen der Haushalte angepasst – was die Belastung für einkommensschwächere Mieter verringern könnte. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu dem Vorstoß geäußert.






