14 April 2026, 06:27

Freisinger Café kämpft mit geretteten Lebensmitteln gegen Verschwendung an

Restaurant-Innenraum mit Tischen, Stühlen und beleuchteten Tafeln mit Text, mit einem Geländer auf der rechten Seite und einer Wand im Hintergrund, mit einem "Scoop & Save"-Café-Schild.

Freisinger Café kämpft mit geretteten Lebensmitteln gegen Verschwendung an

Ein Café in Freising geht gegen Lebensmittelverschwendung vor – mit Gerichten aus geretteten Zutaten

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Das Café Übrig, das erste seiner Art in Bayern, serviert ausschließlich Speisen aus überschüssigen Lebensmitteln. Gäste können selbst entscheiden, wie viel sie zahlen möchten – als Orientierung gibt es lediglich einen empfohlenen Preis.

Die Initiative ist Teil einer größeren Bewegung, die Verschwendung reduzieren und Nachhaltigkeit fördern will. Nicht weit entfernt steht in München ein öffentlicher Kühlschrank, der von Ehrenamtlichen der Foodsharing-Bewegung bestückt wird. Hier kann sich jeder bedienen, der Bedarf hat – kostenlos und ohne Bürokratie.

Das Café Übrig eröffnete als erstes Café Bayerns, das ausschließlich mit geretteten Lebensmitteln arbeitet. Jeden Dienstag bereitet ein Team aus vier Personen – drei davon in Minijobs – Mahlzeiten aus Lebensmitteln zu, die sonst im Müll landen würden. Konkurrenz zu lokalen Tafeln gibt es nicht: Die Tafel Freising hat Vorrang bei der Verteilung von Überschüssen und versorgt bis zu 1.200 Menschen pro Woche – für nur einen Euro pro Einkaufstüte.

Im Café Übrig entscheiden die Gäste selbst, was sie bezahlen. Etwa jeder Fünfte zahlt weniger als den vorgeschlagenen Betrag. Spenden sind willkommen, doch niemand wird abgewiesen, wenn er nicht zahlen kann. In München läuft ein ähnliches Projekt im Eine-Welt-Haus: Ein Gemeinschaftskühlschrank bietet kostenlos Lebensmittel an, bestückt von Foodsharing-Freiwilligen. Das Prinzip basiert auf Vertrauen – jeder darf nehmen, was er braucht.

Beide Initiativen zeigen, wie überschüssige Lebensmittel sinnvoll genutzt statt weggeworfen werden können. Während die Gäste im Café Übrig flexibel zahlen, steht der Münchner Kühlschrank allen offen. Gemeinsam machen sie vor, wie ein nachhaltigeres Ernährungssystem in der Praxis funktionieren kann.

Quelle