21 April 2026, 18:28

Flugplatz Oberschleißheim: Vom Militärstützpunkt zur Luftfahrt-Ausstellung

Germanwings Airbus A320-200 am Frankfurt Airport mit Bodenfahrzeugen, Verkehrskegeln, Pfählen und Gras im Hintergrund.

Flugplatz Oberschleißheim: Vom Militärstützpunkt zur Luftfahrt-Ausstellung

Der Flugplatz Oberschleißheim, nur wenige Kilometer nördlich von München gelegen, ist seit über einem Jahrhundert in Betrieb. Als 1912 gegründet, trägt er den Titel des ältesten noch aktiven Flugplatzes Bayerns. Ursprünglich für militärische Zwecke errichtet, hat sich seine Rolle im Laufe der Jahrzehnte grundlegend gewandelt – von der Kriegsausbildung bis hin zu öffentlichen Ausstellungen heute.

Der Flugplatz begann seine Geschichte 1912 als Stützpunkt der Königlich Bayerischen Fliegertruppen. Während des Ersten Weltkriegs entwickelte er sich zu einem zentralen Ausbildungsstandort, an dem Tausende Piloten, Beobachter und Bordschützen ausgebildet wurden. In den 1920er-Jahren erlebte der Platz einen zivilen Aufschwung: Flugschulen entstanden, und erste Passagierdienste nahmen den Betrieb auf. Gegen Ende des Jahrzehnts richtete auch die Deutsche Verkehrsfliegerschule eine Zweigstelle für militärische Flugausbildung ein.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flugplatz als Basis der Luftwaffe genutzt und beherbergte Schulen für Jagd- und Nachtjagdflieger. Unter harte Bedingungen wurden Zwangsarbeiter und russische Kriegsgefangene zum Ausbau und zur Instandhaltung des Geländes eingesetzt. Nach Kriegsende lag der Flugplatz in Trümmern, doch bis 1981 war er vollständig entmilitarisiert worden.

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Seit den 1950er-Jahren konzentriert sich der Standort auf zivilen Luftschutz und Rettungseinsätze. Heute fungiert er als Außenstelle des Deutschen Museums und präsentiert auf 8.000 Quadratmetern Ausstellungfläche 74 Flugzeuge.

Die Geschichte des Flugplatzes Oberschleißheim umfasst militärische Konflikte, zivile Entwicklung und nun den kulturellen Erhalt. Sein über hundertjähriger Betrieb spiegelt sowohl den technologischen Fortschritt als auch den Wandel nationaler Prioritäten wider. Als Teil des Deutschen Museums trägt er dazu bei, Besucher über die Vergangenheit und Gegenwart der Luftfahrt zu informieren.

Quelle