Festnahme in Kiefersfelden: Somalier ohne Papiere und mit Haftbefehlen geschnappt
Rolf WendeFestnahme in Kiefersfelden: Somalier ohne Papiere und mit Haftbefehlen geschnappt
Am 7. März wurde an der Bahnstation Kiefersfelden ein 32-jähriger Mann aus Somalia von der Bundespolizei festgenommen. Der Vorfall ereignete sich nach Hinweisen auf Schwarzfahren, Körperverletzung und illegalen Grenzübertritt nach Deutschland. Später stellte sich heraus, dass der Mann über keine gültigen Aufenthaltspapiere verfügte und gegen ihn Haftbefehle vorlagen.
Die Festnahme erfolgte, nachdem der Mann angeblich einen Zugbegleiter angegriffen und ohne gültigen Fahrausweis gereist sein soll. Bei der Überprüfung seiner Personalien zeigte sich, dass er kein Recht auf Aufenthalt in Deutschland besaß. Weitere Ermittlungen förderten zwei offene Haftbefehle zutage, die mit unbezahlten Geldstrafen in Verbindung standen.
Die Strafen in Höhe von knapp 1.300 Euro resultierten aus früheren Verurteilungen wegen Schwarzfahrens und Urkundenfälschung. Da der Mann die Beträge nicht beglichen hatte, war eine Ersatzfreiheitsstrafe verhängt worden. Nach seiner Identifizierung wurde er in die Justizvollzugsanstalt Bernau überstellt, um die Strafe anzutreten.
Offizielle Statistiken zu ähnlichen Festnahmen im vergangenen Jahr liegen nicht vor. Zwar erfassen die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt (BKA) solche Fälle, detaillierte Aufschlüsselungen nach Straftatbeständen und Aufenthaltsstatus werden jedoch nicht öffentlich gemacht.
Dem Mann drohen nun eine Haftstrafe wegen der ausstehenden Geldstrafen sowie wegen illegaler Einreise. Der Fall verdeutlicht die konsequente Durchsetzung von Beförderungsvorschriften und Aufenthaltsgesetzen. Weitere Einzelheiten zu laufenden Ermittlungen wurden von den Behörden nicht bekannt gegeben.