24 June 2026, 20:18

FDP-Streit eskaliert: Warum Hagens Junge-Freiheit-Interview die Partei spaltet

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FDP-Streit eskaliert: Warum Hagens Junge-Freiheit-Interview die Partei spaltet

Ein kürzlich erschienenes Interview des FDP-Politikers Martin Hagen mit der Jungen Freiheit hat innerhalb der Partei für Aufsehen gesorgt. Die Nutzung der Plattform des rechtsextremen Magazins durch Hagen stieß bei einigen Mitgliedern auf Kritik, während andere das Gespräch verteidigten. Die Debatte zeigt die Spaltungen auf, die es in der Frage gibt, wie mit Medien umgegangen werden soll, die dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet werden.

Das Interview wurde in der Jungen Freiheit veröffentlicht, einem Magazin, das häufig mit rechtsextremen Positionen in Verbindung gebracht wird. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, eine prominente Vertreterin des linken FDP-Flügels, verurteilte Hagens Entscheidung scharf. Sie argumentierte, das Interview verletze eine journalistische Brandmauer und berge die Gefahr, die Alternative für Deutschland (AfD) zu normalisieren.

Hagen verteidigte seinen Schritt und betonte, die Junge Freiheit sei weder unseriös noch verfassungsfeindlich. Zudem beklagte er, die Gesellschaft habe – insbesondere während der Amtszeit Angela Merkels – die Fähigkeit verloren, sachliche Debatten zu führen. Trotz seiner Rechtfertigung stellte Hagen klar, dass die FDP nicht mit der AfD zusammenarbeiten werde, da diese kein geeigneter Partner sei.

Als Reaktion auf die Kontroverse sagte Sabine Döring ihre Teilnahme an einer von der FDP organisierten Podiumsdiskussion ab. Unterdessen lobte Susanne Seehofer das Interview und betonte die Bedeutung, sich auch mit Perspektiven außerhalb der etablierten Meinungsblasen auseinanderzusetzen.

Der Streit verdeutlicht die innerparteilichen Spannungen der FDP in Fragen der Medienpräsenz und politischer Grenzen. Hagens Interview hat zu öffentlichen Meinungsverschiedenheiten und dem Rückzug von einer Parteiveranstaltung geführt. Nun steht die Partei vor der Frage, wie sie künftig mit Medien umgehen will, die dem rechtsextremen Lager nahestehen.

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