Dominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister nach spannender Stichwahl
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Dominik Krause hat die Stichwahl um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters gewonnen. Der 32-Jährige, der seit 2023 bereits als zweiter Bürgermeister amtiert, sicherte sich die Spitzenposition nach einem Wahlkampf, der sich vor allem auf Wohnungsbau und Verkehrspolitik konzentrierte. Sein politischer Werdegang begann vor über einem Jahrzehnt – ausgelöst durch eine Neonazi-Demonstration, die er 2009 miterlebte.
Krause betrat mit 24 Jahren die politische Bühne, als er 2014 in den Münchner Stadtrat gewählt wurde. Zuvor hatte er an der Technischen Universität München Physik studiert und einen Masterabschluss erworben. Sein politisches Erwachen erlebte er während seines Zivildienstes im Jahr 2009, als er einen Neonazi-Aufmarsch vor einer Flüchtlingsunterkunft beobachtete. Dieses Erlebnis veranlasste ihn, sich der Initiative München ist bunt! anzuschließen und später der Partei Bündnis 90/Die Grünen beizutreten.
Als zweiter Bürgermeister setzte er sich für den Bau von 50.000 neuen bezahlbaren Wohnungen ein, um die Münchner Wohnungsnot zu bekämpfen. Aufsehen erregte auch seine deutliche Kritik am Oktoberfest, das er in einem Interview als die "größte Freiluft-Drogenbörse der Welt" bezeichnete – eine Aussage, die besonders bei Vermietern auf Widerstand stieß. Bekannt dafür, Termine mit dem Fahrrad zu erreichen, will er auch als Oberbürgermeister weiterhin auf sein Rad setzen und eine verkehrspolitische Priorisierung von Fußgängern und Radfahrern vorantreiben.
Krause bleibt Vorstandsmitglied des Vereins München ist bunt! e.V., der sich für Demokratie und Toleranz einsetzt. Seine Amtszeit als Oberbürgermeister knüpft an Jahre des Engagements für soziale Themen an, auch wenn konkrete politische Kurswechsel von seinen frühen Aktivistenzeiten bis in seine heutige Rolle noch nicht im Detail bekannt sind.
Nun führt Krause München mit Fokus auf Wohnungsbau, Verkehrswende und sozialen Zusammenhalt. Seine Wahl markiert die Fortsetzung seines langjährigen politischen Wirkens – von der Basisarbeit bis zur Stadtspitze. Zu den Plänen des neuen Oberbürgermeisters gehören der Ausbau bezahlbaren Wohnraums und eine Neuausrichtung der urbanen Mobilität.






