27 April 2026, 04:26

Die Linke will Cannabis-Reform vorantreiben – mehr Besitz, weniger Bürokratie

Schwarze und weiße Linienzeichnung einer Cannabis sativa-Pflanze mit sichtbaren Blättern und Stielen, beschriftet mit "Cannabis Sativa" unten.

Die Linke will Cannabis-Reform vorantreiben – mehr Besitz, weniger Bürokratie

Die Linke hat einen Antrag zur Reform der deutschen Cannabisgesetze eingebracht. Die Vorschläge zielen darauf ab, die Mängel des aktuellen Systems zu beheben, das unter der vorherigen Koalitionsregierung teilweise legalisiert wurde. Geplant sind Änderungen bei Besitzgrenzen, Regelungen für den Straßenverkehr sowie beim Betrieb von Cannabis-Clubs.

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Die Teillegalisierung von Cannabis war von der Ampelkoalition in der letzten Legislaturperiode auf den Weg gebracht worden. Doch nach Ansicht der Linken gibt es weiterhin erhebliche Hindernisse. In ihrem Antrag wird betont, dass übermäßige Bürokratie die Cannabis-Clubs daran hindert, ordnungsgemäß zu funktionieren. 2024 deckten diese Clubs weniger als 0,1 Prozent des Gesamtbedarfs ab.

Die Partei fordert eine Reihe von Reformen: Die erlaubte Menge für den Privatbesitz soll auf ein praxistauglicheres Niveau angehoben werden. Zudem schlagen sie vor, dass Erwachsene Cannabis ohne kommerzielle Einschränkungen untereinander teilen dürfen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Überarbeitung der THC-Grenzwerte für Autofahrer – die aktuellen Regeln würden Cannabis im Vergleich zu Alkohol ungerecht behandeln, so die Begründung.

Um den Zugang zu verbessern, regt Die Linke ein vereinfachtes, bundesweites Zulassungsverfahren für Cannabis-Clubs an. Zudem fordert sie wissenschaftliche Modellprojekte, um verschiedene Formen der kontrollierten Abgabe zu testen. Der Antrag unterstreicht, dass Verbraucher sowohl im medizinischen als auch im Freizeitbereich eine garantierte Qualität und klare Kennzeichnung benötigen.

Die Partei besteht darauf, dass die Teillegalisierung nicht zurückgenommen werden darf. Stattdessen müssten die Schwächen des Gesetzes behoben werden, damit es in der Praxis besser funktioniert. Sollten die Reformen angenommen werden, würden sie die Besitzregeln, Verkehrsgesetze und den Betrieb der Clubs anpassen. Die Vorschläge der Linken zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und gleichzeitig eine sicherere und transparente Cannabis-Verteilung zu gewährleisten. Der Antrag wird nun im Parlament weiter beraten.

Quelle