31 May 2026, 12:23

Deutschlands Atomausstieg ist offiziell besiegelt – was jetzt kommt

Atom- und Kohleausstieg: Was bedeutet das für die Stromversorgung?

Deutschlands Atomausstieg ist offiziell besiegelt – was jetzt kommt

Deutschland hat mit der Abschaltung seines letzten verbleibenden Atomkraftwerks offiziell das Ende der Kernenergie-Ära eingeläutet. Der Schritt markiert einen bedeutenden Meilenstein in der langfristigen Energiewende des Landes hin zu erneuerbaren Energien. Dieser Wandel begann vor mehr als einem Jahrzehnt, nachdem die Bundesregierung beschlossen hatte, bis 2038 schrittweise aus der Kernenergie und der kohlebasierten Stromerzeugung auszusteigen.

Die Entscheidung für den Atomausstieg fiel 2011, kurz nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima in Japan. Die damalige Koalitionsregierung aus CDU/CSU und FDP beschloss, alle Atomkraftwerke zu schließen. Bis 2021 hatte Deutschland bereits mit der Stilllegung dieser Anlagen begonnen, um radioaktive Belastungen zu beseitigen und die Flächen langfristig als saubere, ungenutzte Gebiete zurückzulassen.

Parallel dazu startete Deutschland die Energiewende – einen Plan, die Kernenergie durch erneuerbare Energien zu ersetzen. 2020 erweiterte die Bundesregierung diese Strategie dann auf Kohlekraftwerke. Eine neue Koalition aus CDU/CSU und SPD setzte 2038 als Frist für den vollständigen Ausstieg aus der Kohleverstromung fest. Besonders im Fokus steht dabei die Braunkohle, eine in Deutschland noch abgebauten, besonders umweltschädliche Kohleart mit hohen CO₂-Emissionen.

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Das letzte Atomkraftwerk, Isar 2 in Bayern, ging am 15. April 2023 vom Netz. Mit dieser Abschaltung setzt Deutschland nun auf ein Gemisch aus erneuerbaren Energien und den verbleibenden fossilen Brennstoffen. Das Ziel bleibt klar: Bis 2038 müssen auch alle Kohlekraftwerke durch Wind-, Solar- und andere nachhaltige Energiequellen ersetzt werden.

Die Stilllegung von Isar 2 besiegelt den Atomausstieg Deutschlands. Nun stehen der Rückbau der Anlagen und die Sanierung der Standorte an. Gleichzeitig muss der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben werden, um die Lücke zu schließen, die durch den Wegfall von Atom- und Kohlekraft entsteht. Der Stichtag 2038 bleibt der letzte Meilenstein auf dem Weg zu einem vollständig grünen Stromnetz.

Quelle