Deutscher Biathlon am Tiefpunkt: Kann die neue Generation die Wende schaffen?
Verena GuteDeutscher Biathlon am Tiefpunkt: Kann die neue Generation die Wende schaffen?
Deutscher Biathlon in der Krise: Historischer Tiefpunkt und die Hoffnung auf eine neue Generation
Der deutsche Biathlon hat in den vergangenen zehn Jahren einen drastischen Niedergang erlebt und in der Saison 2025/26 einen historischen Tiefstand erreicht. Das einst dominierende Nationalteam, das in der Saison 2007/08 noch 24 Weltcup-Siege feiern konnte, blieb im vergangenen Jahr in 69 Rennen ohne einen einzigen Triumph. Nun rücken junge Athleten wie Leonhard Pfund nach, entschlossen, die Wende für das kämpfende Programm einzuleiten.
Die Saison 2025/26 markierte eine besorgniserregende Phase für den deutschen Biathlon. Nach Jahren des Erfolgs – darunter mehrere Siege in der Nationenwertung zwischen 2014 und 2018 – gelang dem Team nur noch neun Podestplatzierungen, ein Weltcup-Sieg blieb aus. Die einzige olympische Medaille, Bronze mit der Mixed-Staffel bei Milano/Cortina 2026, reichte nicht aus, um mit Norwegen und Frankreich mitzuhalten.
Schlüsselathleten wie Philipp Nawrath, der zwei zweite Plätze erreichte, und Franziska Preuß, die als einzige Frau eine individuelle Podestplatzierung schaffte, trugen die Hauptlast. Gleichzeitig machten aufstrebende Talente wie Selina Grotian, Julia Tannheimer und Leonhard Pfund auf sich aufmerksam. Die Veteraninnen Denise Herrmann-Wick und Uschi Disl sprachen öffentlich von der Krise und forderten eine tiefgreifende Analyse der Schwächen des Teams.
Leonhard Pfund, der in der Saison 2022/23 seine erste vollständige Weltcup-Saison absolvierte, stand vor eigenen Herausforderungen. Er gab zu, in einigen Rennen zu kämpfen, und empfand den langen Wettkampfkalender als belastend. Dennoch sicherte er sich seinen ersten Sieg im IBU-Cup sowie Silber bei den Europameisterschaften. Pfund blickt optimistisch in die Zukunft und glaubt, dass sich der deutsche Biathlon in den kommenden Jahren verbessern wird.
Er verweist auf eine Welle motivierter junger Athleten im Team als Grund zur Hoffnung. Entschlossen, die Kritiker zu widerlegen, bereitet sich Pfund bereits auf die nächste Saison vor – mit dem Ziel, aus seinen Erfahrungen zu lernen und bessere Ergebnisse zu erzielen.
Die Zukunft des deutschen Biathlons liegt nun in den Händen einer neuen Generation, die die einstige Stärke des Teams wiederaufbauen soll. Mit Athleten wie Pfund, die Erfahrung sammeln, und jüngeren Nachwuchskräften, die sich hocharbeiten, rückt die Umwandlung der jüngsten Rückschläge in künftige Erfolge in den Fokus. Die kommenden Saisons werden zeigen, ob diese Bemühungen ausreichen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Mannschaft wiederherzustellen.






